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Südafrikas Präsident räumt Versäumnisse bei Gewalt gegen Frauen ein

today1. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat angesichts der schockierenden Mordfälle an Frauen im Land eigene Versäumnisse im Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt und Femizide eingeräumt. Die Bevölkerung wurde durch eine Reihe brutaler Tötungen, insbesondere von mindestens elf Frauen in Ekurhuleni östlich von Johannesburg seit Juli, zutiefst erschüttert. Die Entdeckung der Leichen, die teilweise Anzeichen sexueller Gewalt aufwiesen, hat eine Welle der Wut und Angst ausgelöst und die anhaltend hohe Gewalt gegen Frauen erneut in den Fokus gerückt. Auch hier bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg verfolgen wir die Entwicklung mit großer Sorge.

Die Zahlen unterstreichen das erschreckende Ausmaß des Problems: Südafrika weist eine der höchsten Femizidraten weltweit auf, die mit 12,3 pro 100.000 Einwohnerinnen rund sechsmal höher ist als der globale Durchschnitt. Zwischen April und Juni 2026 wurden landesweit 569 Frauen getötet, was durchschnittlich sechs Femiziden pro Tag entspricht. Ramaphosa hatte bereits im November 2025 Femizide zum Katastrophenfall erklärt und in seiner jüngsten Rede betont, dass die bisherigen Bemühungen der Regierung nicht ausreichend waren, um dieser „nationalen Schande“ Einhalt zu gebieten.

Als Reaktion auf die anhaltende Krise kündigte Präsident Ramaphosa vier konkrete Maßnahmen an, die auch im politischen Hamburg aufmerksam registriert werden dürften. Dazu gehört eine landesweite Überprüfung ungelöster Fälle von Morden, versuchten Morden, Vergewaltigungen und schweren Sexualverbrechen an Frauen und Kindern, die innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen werden soll. Diese Untersuchung soll die Anzahl der Fälle, den Stand der forensischen Beweismittel und mögliche Verzögerungen in den Ermittlungen aufzeigen. Zudem sollen der Alkoholmissbrauch stärker bekämpft und eine Sicherheitsprüfung für Frauen eingeführt werden, bei der lokale Behörden gefährliche Gebiete identifizieren müssen. Des Weiteren wurde eine multidisziplinäre, nationale Eingreiftruppe für die Ermittlungen in Ekurhuleni eingesetzt, wo bereits vier Verdächtige festgenommen wurden, auch wenn die Polizei bisher keine Beweise für einen Serienmörder gefunden hat.

Kritiker betrachten diese Schritte als längst überfällig und bezweifeln angesichts wiederholter Versprechen der Regierung, die geschlechtsbezogene Gewalt einzudämmen, deren nachhaltige Wirkung. Die Zivilgesellschaft weist darauf hin, dass das Vertrauen in die Polizei gering ist und die Justiz durch Korruption und mangelnde Ressourcen geschwächt wird, was dazu führt, dass nur jeder zehnte Mord aufgeklärt wird. Frauen in Südafrika sind weiterhin der ständigen Angst ausgesetzt und werden oft als „Freiwild“ betrachtet, wie Aktivistinnen berichten. Präsident Ramaphosa selbst appellierte an die Männer des Landes, dass Frauen nicht zu „Gefangenen der Vorsicht“ werden dürfen. Die Herausforderung bleibt, nicht nur neue Maßnahmen zu verkünden, sondern diese auch wirksam umzusetzen und die zugrunde liegenden strukturellen Probleme in der südafrikanischen Gesellschaft nachhaltig anzugehen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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