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Eine der größten Ölraffinerien Afrikas soll in Kenia entstehen

today1. Oktober 2026 4

Hintergrund
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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Eine der größten Ölraffinerien Afrikas, geplant in Kenia durch den reichsten Mann des Kontinents, Aliko Dangote, hat einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Die Grundsteinlegung für das riesige Projekt in Lamu, Kenia, fand am Mittwoch, den 30. September 2026, statt und markiert den offiziellen Baubeginn einer Anlage, die als die größte in Ostafrika und eine der größten in ganz Afrika gelten wird. Dieses Vorhaben soll der afrikanischen Wirtschaft einen erheblichen Schub verleihen, ähnlich dem Erfolg der bereits von Dangote betriebenen Raffinerie in Nigeria, die bereits die größte des Kontinents ist.

Die geplante Raffinerie in Kenia wird eine Verarbeitungskapazität von 700.000 Barrel Rohöl pro Tag haben und soll bis 2030 fertiggestellt werden. Die geschätzten Kosten für das ehrgeizige Projekt belaufen sich auf 15 bis 16 Milliarden US-Dollar. Ziel ist es, die steigende Nachfrage nach Erdölprodukten in Ostafrika zu decken, die Kraftstoffkosten in der Region zu senken und die auf den Import von raffinierten Produkten entfallenden Devisen einzusparen. Die Anlage soll Benzin, Diesel, Kerosin und Polypropylen produzieren. Für die Hörer von RADIO REEPERBAHN Hamburg unterstreicht diese Entwicklung die wachsende wirtschaftliche Dynamik auf dem afrikanischen Kontinent.

Ökonomisch verspricht das Vorhaben weitreichende Vorteile: Es wird erwartet, dass während der Bauphase rund 60.000 direkte Arbeitsplätze entstehen, und Tausende weitere in den nachgelagerten Industrien. Um eine breitere regionale Beteiligung zu fördern, hat Aliko Dangote den Regierungen der ostafrikanischen Länder eine Beteiligung von insgesamt 30 Prozent an der Raffinerie angeboten, wobei Kenia eine zehnprozentige Beteiligung in Erwägung zieht. Die Finanzierung der Anteile soll den interessierten Ländern über einen Zeitraum von vier Jahren erleichtert werden. Der Rohölbedarf der Raffinerie soll anfangs durch Importe aus dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten gedeckt werden, später aber auch Rohöl aus Kenias eigenen Turkana-Ölfeldern sowie aus Uganda und Südsudan verarbeiten, sobald dort die Produktion beginnt.

Trotz der vielversprechenden Aussichten ist das Projekt nicht ohne Herausforderungen. Ein Gerichtsverfahren wurde von 133 Anwohnern aus Chandavai, Lamu County, eingereicht, die angestammte Landrechte, Zwangsumsiedlungen sowie das Fehlen einer Umweltverträglichkeitsprüfung und öffentlicher Beteiligung beklagen. Ein Gerichtsbeschluss vom 25. September, der am 29. September veröffentlicht wurde, ordnete an, den „status quo“ auf dem Projektgelände bis zu einer Anhörung am 14. Oktober beizubehalten, was bestimmte Aktivitäten am Standort beeinflussen könnte, auch wenn die Grundsteinlegung stattfand. Dangote wies diese Bedenken zurück und führte sie auf Händler zurück, deren Profitmodelle durch die neue Raffinerie bedroht wären, betonte jedoch die Bereitschaft, rechtliche Schritte zu akzeptieren.

Die kenianische Raffinerie spiegelt Dangotes Vision wider, Afrika von einem Exporteur von Rohstoffen zu einem Produzenten veredelter Produkte zu wandeln. Seine bestehende Raffinerie in Nigeria mit einer Kapazität von 700.000 Barrel pro Tag, die im Februar 2026 ihre volle Kapazität erreichte und Nigeria zu einem Nettoexporteur von raffinierten Erdölprodukten machte, dient als Vorbild. Das Lamu-Projekt ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg zur Energieselbstversorgung und zur Stärkung der industriellen Basis des Kontinents.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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