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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eindringlich vor einer neuen russischen Mobilmachung gewarnt und zugleich auf eine massive militärische Unterstützung Moskaus durch Nordkorea hingewiesen. Seinen Geheimdienstinformationen zufolge habe Russland bereits mit den Vorbereitungen für eine solche Mobilmachung begonnen, während Nordkorea die Entsendung weiterer 10.000 Soldaten vorbereitet. Aktuell befinden sich laut Selenskyj bereits über 8.000 nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium. Der ukrainische Staatschef spricht von einer Ausbreitung des „Bösen“ und betont, Russland bezahle für diese Hilfe unter anderem mit wichtigen Technologien. Im Gegenzug werde in Nordkorea mit russischer technischer Unterstützung die Produktion von Angriffsdrohnen vom Typ „Shahed“ aufgenommen.
Diese Warnungen des Präsidenten Selenskyj erfolgen inmitten anhaltender Spekulationen über eine weitere russische Mobilisierungswelle, die Verluste an der Front ausgleichen soll, obwohl der Kremlchef Wladimir Putin entsprechende Befürchtungen in der Vergangenheit stets zurückgewiesen hatte. Jüngst unterzeichnete Putin jedoch ein Dekret zur Erhöhung der Personalstärke der Armee um 15.500 Soldaten, womit die Gesamtzahl der Streitkräfte auf 2.441.630 Menschen festgesetzt wird, darunter 1.550.500 Militärangehörige. Ein ukrainischer Kommandeur prognostiziert sogar eine mögliche Mobilisierung von bis zu 300.000 zusätzlichen Soldaten bis Ende 2026, die durch eine verdeckte Mobilisierung rasch an die Front verlegt werden könnten.
Besondere Besorgnis erregen die Berichte über die nordkoreanische Beteiligung. Die bereits in Russland befindlichen mehr als 8.000 nordkoreanischen Soldaten sollen bereits seit 2024 im Einsatz sein, insbesondere in der russischen Region Kursk, wo sie bei der Befestigung von Stellungen, Sicherungsarbeiten und Minenräumungen unterstützen. Ursprünglich seien diese Truppen wohl in sogenannt „Selbstmordwellen“ eingesetzt worden, mittlerweile aber auch an der Bedienung von Aufklärungsdrohnen und der Durchführung von Artillerieangriffen beteiligt. Die Entsendung von Bodentruppen in einen externen Krieg stellt für Nordkorea eine neue Stufe der militärischen Kooperation dar und unterstreicht die wachsende Allianz zwischen Moskau und Pjöngjang.
Ein Kernpunkt dieser Zusammenarbeit ist der Transfer militärischer Technologie. Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanov, bestätigte, dass Russland Nordkorea beim Aufbau von Produktionsstätten für Langstrecken-Kamikaze-Drohnen des Typs Shahed-136, die in Russland als Garpiya und Geran-2 bekannt sind, unterstützt. Dies beinhaltet die Weitergabe von Technologie und Fertigungs-Know-how. Russland selbst produziert derzeit monatlich etwa 2.000 Shahed-Drohnen und plant eine Steigerung auf 5.000 Einheiten pro Monat, wobei kontinuierlich Verbesserungen an den Drohnen vorgenommen werden. Die Produktion solcher Drohnen in Nordkorea könnte dem Regime von Kim Jong Un nicht nur die Möglichkeit geben, Ziele in Südkorea anzugreifen, sondern auch Russland mit zusätzlichen Drohnen für den Einsatz in der Ukraine zu versorgen.
Die vertiefte militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea, die auch den Einsatz von bis zu 25.000 nordkoreanischen Arbeitskräften in der russischen Drohnenindustrie, teils unter dem Deckmantel von Studentenvisa, umfasst, dient Nordkorea als wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung seiner illegalen Waffenprogramme und zur Umgehung internationaler Sanktionen. Diese Entwicklungen, die eine direkte Verbindung zwischen den Sicherheitsdynamiken in Europa und im Indo-Pazifik herstellen, werden mit großer Sorge von der internationalen Gemeinschaft beobachtet und unterstreichen die weitreichenden globalen Implikationen des Konflikts. Für unsere Hörer bei RADIO REEPERBAHN Hamburg bleiben wir an diesen kritischen Entwicklungen dran.
Symbolbild – Foto: Get Lost Mike / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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