Hamburg Update

Nahverkehrs-App „Max“ wird nicht weiterentwickelt

today28. September 2026 11

Hintergrund
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Die Entwicklung der Max-App für den Hamburger Nahverkehr wird gestoppt, wie RADIO REEPERBAHN Hamburg erfahren hat. Ursprünglich war die App als Blaupause für ein bundesweites ÖPNV-Angebot geplant, doch das ambitionierte Projekt wird nun nicht fortgesetzt. Diese Entscheidung markiert einen Rückschlag für die Bestrebungen, eine einheitliche digitale Mobilitätsplattform zu schaffen.

Die „Max“-App war ein gemeinsames Projekt der Hamburger Hochbahn AG und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Sie sollte eine umfassende Mobilitätsplattform bieten, die Fahrplaninformationen, Echtzeitdaten, den Kauf von ÖPNV-Tickets – inklusive des Deutschlandtickets – sowie die Buchung verschiedener Sharing-Dienste wie Carsharing, E-Scooter und StadtRAD in einer einzigen Anwendung vereint. Ziel war es, die multimodale Mobilität in Deutschland kund*innenfreundlicher, digitaler und vernetzter zu gestalten und durch Synergien Kosten für die Verkehrsunternehmen zu senken. Der Start der App war ursprünglich für das zweite Halbjahr 2026 in Hamburg und Berlin vorgesehen.

Die Gründe für den Projektstopp liegen maßgeblich in internen Konflikten, insbesondere in Hamburg. Zwischen der Hamburger Hochbahn und dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gab es erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Der HVV beklagte sich, dass die Hochbahn in Bezug auf die Entwicklung und Einführung der App unzureichend abgestimmt vorgegangen sei und sich übergangen fühlte. Eine zentrale Streitfrage war die Befürchtung des HVV, dass sein Markenname auf den Handys der Nutzer*innen verschwinden und er damit an Einfluss sowie Kontrolle über Kundendaten und die digitale Infrastruktur verlieren könnte. Bis Februar 2026 waren auf Hamburger Seite bereits rund 1,8 Millionen Euro in die Max-App geflossen.

Diese internen Streitigkeiten führten dazu, dass das Projekt seit Monaten auf Eis lag und kein neuer Zeitplan mehr genannt werden konnte. Auch die Skepsis in der Branche, weitere Partner für die „Max“-App zu gewinnen, trug zur Ungewissheit bei. Während die Zukunft einer bundesweiten App-Lösung vorerst unklar bleibt, können Fahrgäste in Hamburg weiterhin auf die etablierte „hvv switch“-App zurückgreifen. Diese bietet bereits eine Integration des ÖPNV mit verschiedenen Sharing-Diensten und dem Deutschlandticket, was viele der ursprünglich von „Max“ angestrebten Funktionen abdeckt.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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