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Ein 13-jähriger Jugendlicher, der als mutmaßlicher Auftragsmörder gesucht wurde, ist von der Hamburger Polizei festgenommen und bereits an die niederländischen Behörden überstellt worden. Der Junge soll den Auftrag gehabt haben, ein Mitglied der „Hells Angels“ zu erschießen. Die Festnahme durch die Hamburger Polizei erfolgte bereits im Juni dieses Jahres in der Balduinstraße auf St. Pauli, die Bekanntgabe des Falls erfolgte jedoch erst rund drei Monate später zum Schutz der laufenden Ermittlungen.
Nach den vorliegenden Ermittlungsergebnissen sollte der 13-Jährige einen Mann töten, der nach Erkenntnissen der Ermittler ein Mitglied der Rockergruppe „Hells Angels“ ist. Auf dem Mobiltelefon des Jungen sei die Privatadresse des mutmaßlichen Opfers gefunden worden, das eigentlich in Geesthacht wohnt, sich derzeit aber in Untersuchungshaft befindet. Der Fall steht offenbar im Kontext eines schwelenden Konflikts in der Hamburger Unterwelt, möglicherweise zwischen den Hells Angels und Mitgliedern des Al-Zein-Clans. Bei seiner Festnahme auf St. Pauli wurde der Jugendliche mit einer Pistole und über fünfzig Patronen angetroffen.
Der 13-Jährige soll über die Social-Media-Plattform Snapchat von einer 26-jährigen Frau aus Amsterdam angeworben worden sein, die Medienberichten zufolge einer libanesischen Clan-Familie angehört. Ein 33-jähriger Hintermann soll dem Jungen die Tatwaffe samt Munition übergeben haben. Die Familie des Jungen soll aus dem südamerikanischen Land Suriname stammen. Hinweise auf den Aufenthaltsort des Jungen in Hamburg kamen auch von seiner Mutter, die ihn in den Niederlanden als vermisst gemeldet hatte, und seinem Bruder, der angab, der 13-Jährige sei nach Hamburg gefahren, um dort jemandem „ins Bein zu schießen“.
Da die deutsche Strafmündigkeit erst ab 14 Jahren beginnt, konnte der 13-Jährige in Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt werden. Er wurde daher an die niederländischen Behörden übergeben, wo die Strafmündigkeit bereits mit Vollendung des zwölften Lebensjahres einsetzt. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zu einem Tötungsdelikt gegen unbekannte Täter.
Dieser Fall verdeutlicht einen besorgniserregenden Trend, den auch Europol beobachtet: Organisierte Kriminalität rekrutiert zunehmend Minderjährige als Täter für sogenannte „Crime as a Service“-Delikte wie Schusswaffenangriffe oder Brandstiftungen. Diese Anwerbung erfolgt oft über Gaming-Plattformen, soziale Medien und Messenger-Dienste, da die jugendlichen Täter für die Auftraggeber ein geringeres Risiko darstellen.
Symbolbild – Foto: Pixabay / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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