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CDU lehnt Koalitionsgespräche mit SPD in Sachsen-Anhalt ab

today24. September 2026

Hintergrund
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Die CDU in Sachsen-Anhalt hat eine Einladung der SPD zu Sondierungsgesprächen über die Regierungsbildung nach der Landtagswahl am 6. September 2026 abgelehnt und beabsichtigt, stattdessen in die Opposition zu gehen. Bei der Wahl ging die Alternative für Deutschland (AfD) mit einem Rekordergebnis als stärkste Kraft hervor und verfehlte eine absolute Mehrheit der Sitze nur knapp. Die SPD hatte neben der CDU auch Grüne, Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zu Gesprächen eingeladen, um Optionen für eine stabile und handlungsfähige Regierung zu erörtern.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September 2026 war von nationaler und internationaler Aufmerksamkeit geprägt, da die AfD mit 43,8 Prozent der Stimmen und 39 von 83 Sitzen ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl erzielte und auch den höchsten Stimmenanteil einer Partei im Land seit der Wiedervereinigung markierte. Die CDU hingegen verzeichnete mit 17,2 Prozent der Stimmen ein historisches Tief und sicherte sich 15 Sitze. Die SPD erreichte 9,3 Prozent (8 Sitze), die Grünen 8,9 Prozent (8 Sitze) und Die Linke 8,6 Prozent (8 Sitze). Das neu gegründete BSW schaffte mit 5,3 Prozent den Einzug ins Landesparlament mit fünf Mandaten, während die FDP mit 2,6 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.

Die Entscheidung der CDU, in die Opposition zu gehen, wurde vom Landesvorstand getroffen und gilt als verbindlich. Ein Sprecher der CDU betonte, dass die Partei nach dem Wahlergebnis keinen Regierungsauftrag mehr habe. Damit wird die Bildung einer Regierung ohne die AfD in Sachsen-Anhalt erheblich erschwert, da für eine parlamentarische Mehrheit 42 Sitze erforderlich sind. Die bisherige „Deutschland-Koalition“ aus CDU, SPD und FDP hatte ihre Mehrheit verloren.

Die verbleibenden Parteien – CDU, SPD, Grüne und Linke – kommen zusammen auf 39 Sitze, ebenso viele wie die AfD allein. Um eine Regierung ohne Beteiligung der AfD zu bilden, müssten sich alle anderen im Landtag vertretenen Parteien – CDU, SPD, Grüne, Linke und BSW – auf ein Bündnis einigen, was rechnerisch 44 Sitze ergeben würde. Die SPD hatte in ihrer Einladung zur Sondierung auch den im Raum stehenden Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten erörtern wollen, eine Idee, die das BSW mit seinem sogenannten „Magdeburger Weg“ ins Spiel gebracht hatte. Das BSW hat zwar eine Koalition mit der AfD abgelehnt, aber Gespräche über inhaltliche Zusammenarbeit geführt, die eine von der AfD geführte Minderheitsregierung ermöglichen könnten.

Die hohe Wahlbeteiligung von 77,8 Prozent, dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung in Sachsen-Anhalt, unterstreicht die Bedeutung der Wahl. Politikanalysen deuten darauf hin, dass eine pessimistische Grundstimmung und Zukunftsängste, insbesondere Sorgen vor „Überfremdung“ und steigenden Preisen, das Wahlergebnis maßgeblich beeinflusst haben könnten, insbesondere unter den Wählern der AfD. Die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt bleibt somit mehr als zwei Wochen nach der Wahl offen und gestaltet sich als komplexe Herausforderung.

Symbolbild – Foto: Mikhail Nilov / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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