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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet:
Lange Haftstrafen nach brutalem Goldschmied-Überfall gefordert
Vor dem Hamburger Landgericht wurden nach einem brutalen Überfall auf einen Goldschmied in Langenhorn nun hohe Haftstrafen für die drei Angeklagten gefordert. Die Staatsanwältin verlangte im Rahmen der Gerichtsverhandlung entsprechende Strafen für die Täter, die vor rund eineinhalb Jahren, am 17. März 2025, bei einem minutiös geplanten Raubüberfall eine Beute von rund 250.000 Euro erbeuteten.
Den Ermittlungen zufolge hatten die Täter den damals 71-jährigen Goldschmied Thomas S. (Name geändert), der seine Werkstatt im Vorbau seines Wohnhauses betrieb, bereits ab Mitte Februar 2025 gezielt im Internet ausgespäht und dessen Wohnhaus in Langenhorn über Wochen beobachtet. Die Täter sollen sogar einen GPS-Tracker am Wagen des Mannes angebracht haben, um seine Bewegungen zu überwachen. Am Tattag selbst, dem 17. März 2025 gegen 10.15 Uhr, sollen fünf Männer zugeschlagen haben: Während einer die Ehefrau des Goldschmieds im Fitnessstudio beobachtete, begaben sich die anderen zur Wohnung des Opfers.
Als der Goldschmied die Tür öffnete, sollen die Männer ihn sofort überwältigt, ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen und in die Küche geschleift haben. Dort fesselten sie seine Arme und Beine mit einer mitgebrachten Kordel, knebelten ihn mit einem Tuch und drohten ihm mit dem Tode, falls er nicht den Aufenthaltsort eines Tresors verraten würde. Der Hamburger Goldschmied erlitt bei dem gewaltsamen Überfall eine aufgeplatzte Lippe, Prellungen an Kopf und Gesicht sowie Fesselspuren an seinen Handgelenken.
Vor Gericht berichtete der heute 73-Jährige, der im Prozess als Nebenkläger auftritt, wie das Erlebnis sein Leben nachhaltig verändert hat und er neben Schmuck, Altgold und Edelsteinen im Wert von rund 250.000 Euro auch sein Gefühl der Sicherheit und seine Offenheit gegenüber Menschen verloren habe. Bei der Verlesung der Anklage brach die Tochter des Goldschmieds im Gerichtssaal in Tränen aus, während die drei angeklagten Männer – Dragan P. (49), Marjan A. (47) und Usi S. (24) – keinerlei Regung zeigten. Ein weiterer mutmaßlicher Mittäter, der die Ehefrau überwacht haben soll, ist den Behörden namentlich bekannt, befindet sich aber noch auf der Flucht. Nach der Tat sollen die Räuber mit ihrer Beute direkt nach Berlin gefahren sein.
Symbolbild – Foto: Garon Piceli / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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