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Der Bezirk Harburg fordert einen schnellen Umzug der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado. Diese Forderung der Harburger Bezirkspolitik resultiert aus wiederholten Schussvorfällen in den letzten Wochen, die die Sicherheitslage im Umfeld der Einrichtung erheblich verschärft haben. Ziel ist es, die Einrichtung noch vor Januar umzusiedeln.
Die angespannte Situation am Schwarzenbergpark, dem aktuellen Standort des Abrigado, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten dramatisch zugespitzt. Allein im Juni gab es zwei Schießereien im Umfeld der Einrichtung. Ein besonders gravierender Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 15. September, als ein 55-jähriger Mann durch einen Schuss am Bein lebensgefährlich verletzt wurde und notoperiert werden musste. Bereits im Juni wurde ein 45-Jähriger bei einem weiteren Schusswaffenvorfall im Schwarzenbergpark verletzt. Diese Vorfälle führten zu einer erhöhten Besorgnis bei Anwohnenden und Eltern, insbesondere da sich zwei Schulen, die Grundschule am Park und das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum Harburg, in unmittelbarer Nähe befinden.
Die Forderung nach einem Umzug findet breite Unterstützung in der Harburger Bezirkspolitik. Parteien wie SPD, Grüne, Linke, Volt und FDP sowie die CDU sind sich ungewohnt einig in ihrem Drängen auf schnelle Maßnahmen. Die Parteien fordern eine rasche Übergangslösung, idealerweise bis zum Ende der Weihnachtsferien, und bringen dabei modulare Bauweisen oder Containeranlagen als temporäre Unterbringung ins Spiel. Es wird auch über die Schaffung von drogenkonsumtoleranten Schlafplätzen als Teil einer Übergangslösung diskutiert.
Langfristig ist bereits geplant, dass das Abrigado in einen Neubau an der Buxtehuder Straße 31 zieht. Dieser Umzug ist jedoch erst für 2028 vorgesehen, was vielen Bezirkspolitikern angesichts der aktuellen Lage zu lange dauert. Die Drogenhilfeeinrichtung, die vom freiraum hamburg e.V. betrieben wird, ist laut Berichten seit Jahren überlastet und muss deutlich mehr Menschen helfen, als ursprünglich geplant – bis zu 250 statt der ursprünglichen 80 täglichen Nutzer. Die aktuelle Lage und die damit verbundenen Ängste der Anwohnenden haben die Akzeptanz der Einrichtung im Stadtteil stark sinken lassen. Die Bezirksversammlung hat einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag zur schnellen Verlegung einstimmig angenommen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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