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Der Bezirk Harburg fordert nach wiederholten Schussvorfällen in den letzten Wochen einen schnellen Umzug der Drogenhilfeeinrichtung Abrigado. Die Harburger Bezirkspolitik drängt darauf, dass die Einrichtung, die sich aktuell im Schwarzenbergpark befindet, noch vor Januar an einen Übergangsstandort verlegt wird.
Anlass für die dringende Forderung sind mehrere Schussvorfälle im Umfeld der Einrichtung. Zuletzt wurde Mitte September 2026 ein 55-jähriger Mann nahe des Abrigado durch Schüsse schwer am Bein verletzt. Dieser Vorfall reihte sich in eine Serie ähnlicher Ereignisse ein, nachdem bereits im Juni 2026 eine weitere Schießerei stattfand und zuvor „knallähnliche Geräusche“ sowie Einschläge in Bäumen und einer Parkbank gemeldet wurden. Die Nähe zu benachbarten Schulen hat bei Anwohnern und Eltern zu erheblicher Besorgnis und Angst geführt.
Die Harburger Bezirkspolitik zeigt sich in dieser Angelegenheit ungewohnt einig. Parteien wie SPD, Grüne, Linke, Volt und FDP haben gemeinsam schnelle Maßnahmen gefordert, während die CDU eigene Anträge einreichte. Die Bezirksversammlung Harburg stimmte einstimmig für einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag, der eine kurzfristige Übergangslösung vorsieht. Ziel ist es, das Abrigado spätestens bis zum Ende der Weihnachtsferien an einen temporären Ort zu verlegen.
Für diese Übergangslösung werden Container- oder Modulbauten in Betracht gezogen. Als mögliche Ausweichstandorte werden die Schlachthofstraße (im Außenbereich neben einer Flüchtlingsunterkunft) oder ein Grundstück am Großmoorring (ehemaliges TÜV-Gelände) geprüft. Der ursprünglich für 2028 geplante Neubau an der Buxtehuder Straße 31, der sich nur wenige hundert Meter vom aktuellen Standort entfernt befindet, dauert den Politikern zu lange. Die Drogenhilfeeinrichtung, betrieben vom freiraum hamburg e. V., ist seit Jahren stark überlastet und versorgt täglich bis zu 250 statt der ursprünglich geplanten 80 Personen, viele davon wohnungslos.
Neben den Schussvorfällen tragen auch offener Drogenkonsum, Spritzenfunde und Vermüllung zur Besorgnis der Bevölkerung bei. Die Fachbehörden und das Bezirksamt sollen monatlich im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion über den Stand der Prüfungen und Planungen berichten. Zusätzlich wurde die Forderung laut, hamburgweit „fair über alle Bezirke verteilte Standorte“ für die Drogenhilfe zu planen, um eine dezentrale und wohnortnahe Versorgung zu ermöglichen und die Verantwortung aller Bezirke einzubeziehen. Ein bereits eingeführtes Sicherheitskonzept mit erhöhter Polizeipräsenz, Straßensozialarbeit und einem Wachdienst wurde von Eltern als unzureichend kritisiert.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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