Hamburg Update

Abaton-Gründer Werner Grassmann wird geehrt

today23. September 2026

Hintergrund
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Zum Anlass seines 100. Geburtstags ehrt das Hamburger Abaton-Kino seinen Gründer Werner Grassmann, der die Hansestadt mit seiner Vision nachhaltig prägte. Grassmann, geboren am 23. September 1926, machte das Abaton ab 1970 zu einem wichtigen kulturellen Treffpunkt und einem der ersten Programmkinos Deutschlands. Das Kino am Grindelhof begeht diesen besonderen Tag mit einer Filmvorführung zu seinen Ehren.

Werner Grassmann verstarb am 14. August 2023 im Alter von 96 Jahren in Hamburg, doch sein Vermächtnis lebt im Abaton weiter. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Winfried Fedder hatte er das Abaton im Oktober 1970 in einer ehemaligen Autogarage gegründet. Sie wollten ein Kino schaffen, das sich bewusst vom Mainstream abhob und stattdessen gesellschaftlich relevante Filme, politisches Kino, Dokumentationen, internationale Arthouse-Produktionen und Werke junger Regisseure zeigte. Das Kino wurde schnell zu einem zentralen Ort für Studierende, Kulturschaffende und politisch Interessierte im studentisch geprägten Grindelviertel nahe der Universität.

Über die Kinogründung hinaus war Werner Grassmann auch als Regisseur und Filmproduzent aktiv. Er erhielt für seine Produktionen mehrere Bundesfilmpreise, darunter 1993 ein Filmband in Gold. Seine Produktion „Die Stimme des Igels“ lief 1994 als deutscher Beitrag bei den Filmfestspielen in Venedig. Für sein langjähriges filmkulturelles Engagement wurde Grassmann 2006 vom Hamburger Senat mit der Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet. Zudem war er 1972 Mitbegründer der AG Kino und deren erster Vorsitzender bis 1987, womit er maßgeblich zur Etablierung der Programmkinos in Deutschland beitrug.

Das Abaton-Kino, heute von seinem Sohn Felix Grassmann weitergeführt, bleibt auch über fünf Jahrzehnte nach seiner Gründung seiner Linie treu und hat sich als feste Größe im kulturellen Leben Hamburgs etabliert. Es zeigt nach wie vor internationale Filme oft in Originalfassung mit Untertiteln, deutsche Produktionen, Dokumentationen und Sonderveranstaltungen mit Filmschaffenden. Diese Programmvielfalt und die besondere Nähe zum Publikum, unter anderem durch Filmgespräche nach vielen Vorstellungen, machen das Abaton einzigartig.

Für sein herausragendes Programm wird das Abaton-Kino jährlich vom Berliner Kulturminister, dem Hamburger Kultursenator und der Europäischen Kommission in Brüssel ausgezeichnet. Es hat im Laufe der Jahre über 70 deutsche und europäische Preise erhalten und wurde mehrfach für das beste Kinoprogramm Deutschlands prämiert. Werner Grassmanns Vision eines Kinos, das mehr als nur Unterhaltung bietet, prägt das Abaton bis heute und sichert ihm einen festen Platz als pulsierende Kulturinstitution in der Hansestadt.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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