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Block-Prozess in Hamburg verzögert sich weiter

today22. September 2026 1

Hintergrund
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Der langwierige Block-Prozess vor dem Hamburger Landgericht zieht sich aufgrund neuer Anträge weiter in die Länge. Auch am 76. Prozesstag steht ein Abschluss noch aus, obwohl das Gericht die letzten Angeklagten bereits zu ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen befragt hatte. Insbesondere die Verteidigung der Hauptangeklagten Christina Block hat umfangreiche neue Anträge eingereicht, die das Verfahren weiter verzögern.

Christina Block, die Tochter des Block House Gründers Eugen Block, steht seit Juli 2025 vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, im Rahmen eines eskalierten Sorgerechtsstreits eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder in der Silvesternacht 2023/24 aus Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die 53-jährige Hamburger Unternehmerin bestreitet die Vorwürfe. Neben ihr sind sechs weitere Personen angeklagt, von denen lediglich ein 37-jähriger Israeli die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingeräumt hat.

Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt hat in Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen angeordnet, dass Beweisanträge künftig schriftlich einzureichen sind, um das Verfahren zu beschleunigen. Zudem kündigte sie an, dass in der kommenden Woche weitere Zeugen zu den persönlichen und beruflichen Verhältnissen gehört werden sollen. In einer vorsorglichen Mitteilung wies die Richterin eine mitangeklagte Verwandte und enge Vertraute von Christina Block darauf hin, dass nach vorläufiger Würdigung eine Verurteilung wegen Mittäterschaft an der Freiheitsberaubung in Betracht komme, zusätzlich zu den in der Anklageschrift genannten Vorwürfen.

Eine besondere Wendung brachte der 75. Verhandlungstag, als Christina Blocks ehemaliger Anwalt Otmar Kury als Zeuge aussagte. Obwohl er aufgrund seiner anwaltlichen Schweigepflicht viele Fragen nicht beantworten konnte, betonte er die Unschuld seiner ehemaligen Mandantin. Seine Aussage wurde von der Verteidigerin eines mitangeklagten Sicherheitsunternehmers beantragt, die sich davon entlastende Erkenntnisse für ihren Mandanten erhoffte.

Der Kern des Falls ist ein seit Jahren andauernder, erbitterter Sorgerechtsstreit zwischen Christina Block und ihrem Ex-Ehemann Stephan Hensel. Nach der Entführung in der Silvesternacht 2023/24 verbrachten die Kinder einige Tage bei ihrer Mutter in Deutschland. Das Oberlandesgericht Hamburg entschied jedoch im Januar 2024, dass sie wieder bei ihrem Vater leben sollen, was bis heute der Fall ist.

Das Hamburger Landgericht hat angesichts der Komplexität und der zahlreichen Prozessbeteiligten bereits mehrfach weitere Verhandlungstermine anberaumt, zuletzt bis zum 18. Dezember 2026. Ob das Verfahren tatsächlich an diesem Datum abgeschlossen werden kann, bleibt offen, da das Gericht betont hat, dass die Dauer kürzer, aber auch länger ausfallen könnte. Die Vielzahl der Angeklagten mit jeweils eigenen Verteidigern sowie der ständige juristische Schlagabtausch tragen maßgeblich zur Länge des Prozesses bei.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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