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Klaus-Michael Kühne, der im August verstorbene Logistik-Milliardär und Mäzen, ist heute in Hamburg beigesetzt worden. Seine Urne fand auf dem Friedhof Ohlsdorf ihre letzte Ruhestätte, wie die MOPO berichtete. Der gebürtige Hamburger, der am 2. Juni 1937 zur Welt kam und am 23. August 2026 im Alter von 89 Jahren in seinem Schweizer Wohnort Schindellegi verstarb, wurde damit fast einen Monat nach seinem Tod in seiner Heimatstadt beerdigt. Die Beisetzung erfolgte im engsten Familienkreis.
Kühne galt als einer der einflussreichsten und reichsten Unternehmer Deutschlands. Als Enkel des Mitbegründers August Kühne trat er 1958 in das Speditionsunternehmen Kühne + Nagel ein und baute es zu einem weltweit führenden Logistikkonzern mit über 88.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern aus. Sein Vermögen, das im September 2026 auf rund 36,5 Milliarden Euro geschätzt wurde, war über die schweizerische Kühne Holding AG gebündelt. Neben Kühne + Nagel hielt er auch bedeutende Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd und stieg zuletzt im Mai 2026 zum größten Einzelaktionär der Lufthansa auf, mit einer Beteiligung von über 20 Prozent.
Über sein unternehmerisches Wirken hinaus prägte Klaus-Michael Kühne Hamburg maßgeblich durch sein umfangreiches Mäzenatentum. Die von ihm 1976 mit seinen Eltern gegründete Kühne-Stiftung engagiert sich in den Bereichen Logistik, Medizin, Klima und Kultur und betreibt unter anderem die Kühne Logistics University in der Hansestadt. Zudem war Kühne ein langjähriger und finanzstarker Förderer des Hamburger SV, in den er nach eigenen Schätzungen zwischen 60 und 80 Millionen Euro investierte und zwischenzeitlich auch die Namensrechte am Volksparkstadion erwarb. Auch die Elbphilharmonie profitierte von seiner Unterstützung. Ein besonderes kulturelles Vermächtnis ist die geplante Finanzierung eines neuen Opernhauses am Baakenhöft in der HafenCity mit bis zu 340 Millionen Euro durch seine Stiftung.
Die Beisetzung auf dem Ohlsdorfer Friedhof fand in aller Stille statt, zwölf Tage nachdem eine nicht öffentlich angekündigte Trauerfeier in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis abgehalten wurde. Zu dieser Gedenkfeier versammelten sich hochrangige Persönlichkeiten wie Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Fußball-Ikone Günter Netzer, um Abschied von dem Unternehmer zu nehmen. Da Klaus-Michael Kühne und seine Ehefrau Christine keine Kinder hatten, wird sein milliardenschweres Erbe und die Kühne Holding AG plangemäß an die gemeinnützige Kühne-Stiftung übergehen, um sein Lebenswerk langfristig fortzuführen. Seine letzte Ruhestätte fand Kühne im Familiengrab seiner Eltern, unweit des Grabes der Hamburger Fußball-Legende Uwe Seeler.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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