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US-Präsident Donald Trump hat am 21. September 2026 angekündigt, dass die USA beabsichtigen, Kalisalz künftig vermehrt aus Belarus zu beziehen. Die Regierung arbeite an einem entsprechenden Handelsabkommen mit dem osteuropäischen Land, um den wichtigen Düngemittelbestandteil zu einem deutlich niedrigeren Preis als bisher zu erhalten. Dieser Schritt signalisiert eine mögliche Verschiebung der Beschaffungsstrategie der USA weg vom bisherigen Hauptlieferanten Kanada.
Kalisalz, ein essenzieller Bestandteil von Düngemitteln, ist von entscheidender Bedeutung für die landwirtschaftliche Produktion und die globale Ernährungssicherheit. Die Vereinigten Staaten waren in hohem Maße von Importen abhängig, wobei Kanada im Jahr 2025 fast 90 Prozent der US-Kalisalzimporte lieferte und damit der dominierende Anbieter auf dem US-Markt war. Kanada ist zudem der weltweit führende Exporteur von Kalisalz und machte im Jahr 2024 über 39 Prozent der globalen Exporte aus.
Die Ankündigung Trumps folgt auf eine Phase der Annäherung zwischen den USA und Belarus. Die US-Regierung hatte bereits im Dezember 2025 Wirtschaftssanktionen gegen belarussische Kalisalzexporte aufgehoben, was Berichten zufolge zur Freilassung von über 100 politischen Gefangenen durch das Lukaschenka-Regime führte. Ein erster Frachter mit 30.000 Tonnen belarussischem Kalisalz (MOP) wird voraussichtlich im nächsten Monat in New Orleans eintreffen und damit den ersten Kalisalzhandel zwischen den beiden Ländern seit vier Jahren markieren.
Trotz dieser Entwicklungen gibt es jedoch Einschränkungen und Skepsis hinsichtlich des Umfangs und der Auswirkungen des geplanten Deals. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenka äußerte am 11. September, dass das Land bereits die Kalisalzverkäufe an die USA wieder aufgenommen habe, jedoch in diesem Jahr nur begrenzte Mengen liefern könne, da der Großteil der Produktion bereits vertraglich gebunden sei. Zudem bleiben belarussische Kalisalzexporte weiterhin unter EU-Sanktionen und der Export über den litauischen Hafen Klaipėda ist seit Februar 2022 untersagt. Analysten bezweifeln, dass belarussisches Kalisalz eine große Rolle bei der US-Versorgung spielen oder die Preise wesentlich senken wird, da logistische Herausforderungen und die tatsächlich gelieferten Kosten entscheidend seien.
Der Vorstoß, Kalisalz von Belarus zu beziehen, wird auch im Kontext eines verschärften Handelsstreits zwischen den USA und Kanada gesehen. Kanadische Offizielle, wie der Premierminister von Saskatchewan, Scott Moe, kritisierten den Deal und bezeichneten ihn als „Blutkali“ und Unterstützung der russischen Aggression. Die Meldung führte bereits zu einem kurzzeitigen Rückgang der Aktienkurse großer kanadischer Kalisalzproduzenten wie Nutrien und Mosaic.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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