Hamburg Update

Hier sind die 5 wichtigsten Hamburger Lokalnachrichten vom 17. und 18. September 2026, die noch nicht gesendet wurden:

today18. September 2026 18

Hintergrund
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Hamburg – Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am Morgen des 18. September 2026 im Hamburger Hafen gegen die stark gestiegenen Übergewinne von Ölkonzernen protestiert. Sie forderten ein Ende der „Ölabzocke“ und machten auf die Problematik aufmerksam. Die Polizei bestätigte die Aktion, bei der auf ein Tanklager im Hafen eine Projektion mit dem Schriftzug „Öl-Abzocke stoppen!“ und Euro-Münzen geworfen wurde.

Greenpeace stützt seine Forderungen auf eine aktuelle Studie des Ölmarktexperten Steffen Bukold. Demnach sind die Übergewinne der Ölkonzerne seit Ausbruch des Iran-Kriegs erheblich gestiegen und erreichten im August 2026 einen neuen Rekordwert. Allein in den sechseinhalb Monaten seit Beginn des Konflikts haben sich diese Extraprofite auf 5,9 Milliarden Euro summiert. Laut der Studie zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer im Schnitt zwischen 13 Euro für Benzin und 17 Euro für Diesel pro 50-Liter-Tankfüllung als „Krisengewinn“ direkt an die Ölkonzerne. Die täglichen Übergewinne erreichten demnach zuletzt einen Höchstwert von 46,2 Millionen Euro.

Diese Zahlen fügen sich in ein globales Bild ein, das von Kritikern als „Champagnerzeiten“ für die Ölkonzerne bezeichnet wird. Die sechs größten Öl- und Gasunternehmen – BP, Chevron, Eni, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies – werden voraussichtlich ihre Nettogewinne im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem ersten Quartal fast verdoppeln, von 23 Milliarden US-Dollar auf 45 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Jahr 2026 werden für diese Konzerne Gesamtgewinne von prognostizierten 147 Milliarden US-Dollar erwartet. Die Umweltschutzorganisation Oxfam kritisiert diese Profite als „Klimakiller zur Kasse“ und fordert eine gerechte Besteuerung, um die Anpassung an die Folgen der Klimakrise zu finanzieren.

Greenpeace fordert von der Bundesregierung als Reaktion auf die „Ölabzocke“ nicht etwa einen neuen Tankrabatt, sondern eine Neuauflage des 9-Euro-Tickets und umfassende Maßnahmen zur Senkung des Ölverbrauchs. In der Politik wird derweil intensiv über die Einführung einer Übergewinnsteuer diskutiert. So befürwortet Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine EU-weite Sondersteuer, um „maßlose Krisenprofite“ der Mineralölindustrie abzuschöpfen und Bürger zu entlasten. Auch die Linke und die Grünen sprechen sich für eine solche Steuer aus, um Entlastungen zu finanzieren.

Diesen Forderungen stehen jedoch Ablehnungen aus anderen politischen Lagern gegenüber. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht keine ausreichende faktische und rechtliche Grundlage für eine Übergewinnsteuer. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und das Bundeswirtschaftsministerium halten einen solchen Preisdeckel sowie eine Übergewinnsteuer für „problematisch“. Sie verweisen auf rechtliche Risiken, mögliche Schwächung der mittelständischen Raffineriewirtschaft und gescheiterte Modelle in anderen EU-Staaten. Stattdessen schlägt Reiche eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 19 auf 7 Prozent vor.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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