Hamburg Update

Ermittlungen gegen HSV-Anhänger nach Köln-Fan-Angriff stocken

today18. September 2026 6

Hintergrund
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Mehr als anderthalb Jahre nach einer brutalen Attacke von rund 150 vermummten HSV-Fans auf Anhänger des 1. FC Köln im Januar 2025 stocken die Ermittlungen noch immer. Bis heute gibt es keine Anklagen oder Urteile im Zusammenhang mit den Vorfällen, obwohl der Hamburger Sport-Verein (HSV) bereits Stadionverbote ausgesprochen hat. Die juristische Aufarbeitung der gewalttätigen Auseinandersetzung zieht sich weiterhin hin.

Der Vorfall ereignete sich am 18. Januar 2025, nur wenige Stunden vor dem Zweitliga-Spitzenspiel zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln. Eine Gruppe von etwa 150 bis 200 vermummten HSV-Hooligans attackierte vor der Kiez-Kneipe „Rutsche“ im Stadtteil St. Pauli friedlich feiernde Kölner Fans. Berichten zufolge wurden dabei auch Frauen und ältere Personen angegriffen, und es flogen Flaschen sowie Gläser. Die Bilder der hemmungslosen Gewalt, die auch in den sozialen Medien kursierten, sorgten damals für großes Entsetzen und wurden selbst international geächtet.

Die Hamburger Polizei, insbesondere das für Sportgewalt zuständige Landeskriminalamt und die eigens eingerichtete „Soko Rutsche“, reagierte im Juli 2025 mit umfangreichen Durchsuchungen. Am 28. und 29. Juli 2025 wurden zeitgleich rund 19 bis 20 Objekte in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein durchsucht. Dabei konnten 22 HSV-Fans im Alter zwischen 19 und 36 Jahren als Tatverdächtige identifiziert werden. Gegen sie besteht der Verdacht des schweren Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung. Allerdings blieben alle Verdächtigen nach den Razzien auf freiem Fuß, da keine Haftgründe vorlagen.

Der HSV distanzierte sich umgehend von der Gewalt und verurteilte die Taten scharf. Der damalige HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz versprach die volle Unterstützung der Polizei bei den Ermittlungen. Zudem leitete der Verein Stadionverbotsverfahren gegen die identifizierten Tatverdächtigen ein und sprach erste Stadionverbote bis September 2025 aus. Diese können von einem Zutrittsverbot für die laufende Saison bis hin zu einer Höchststrafe von drei Spielzeiten reichen. Die Kontrolle der Stadionverbote gestaltet sich in der Praxis jedoch schwierig, und Betroffene haben die Möglichkeit, rechtlich gegen die Sanktionen vorzugehen.

Trotz der eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen und der vereinsseitigen Maßnahmen zur Verhängung von Stadionverboten dauert die juristische Aufarbeitung der Vorfälle weiterhin schleppend an. Mehr als anderthalb Jahre nach dem Angriff wurden noch immer keine Anklagen erhoben oder Urteile gesprochen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zur Identifizierung weiterer Mittäter sind laut letzten Meldungen noch nicht abgeschlossen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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