Hamburg Update

Windpark He Dreiht im Hamburger Hafen eingeweiht

today17. September 2026 7

Hintergrund
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Im Hamburger Stadtteil Hafencity wurde heute die offizielle Inbetriebnahme von „He Dreiht“ gefeiert, Deutschlands größtem Offshore-Windpark. Dieser zukunftsweisende Windpark wird zukünftig bis zu 1,1 Millionen Haushalte mit sauberem Strom versorgen und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Die Feierlichkeiten in Hamburg markieren den Abschluss eines bedeutenden Infrastrukturprojekts, dessen erste Turbinen bereits seit Monaten Strom in das Netz einspeisen.

Der Windpark „He Dreiht“, dessen Name auf Plattdeutsch „Es dreht sich“ bedeutet, ist ein Gemeinschaftsprojekt, das maßgeblich von EnBW betrieben wird, mit einer Beteiligung von Allianz Capital Partners, AIP Management und Norges Bank Investment Management. Er befindet sich in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee, etwa 85 bis 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum und rund 110 Kilometer westlich von Helgoland. Mit einer installierten Gesamtleistung von 960 Megawatt (MW) ist „He Dreiht“ nicht nur der größte Offshore-Windpark des Landes, sondern auch eines der größten Energieprojekte Europas im Rahmen der Energiewende.

Zum Einsatz kommen im Windpark 64 hochmoderne Vestas V236-15.0 MW Offshore-Windturbinen, die jeweils eine Leistung von 15 MW erbringen können. Dies stellt die erste kommerzielle Anwendung dieser leistungsstarken 15-MW-Turbinengeneration dar. Jede Turbine ragt mit einer Nabenhöhe von 142 Metern empor, und ihr Rotor hat einen Durchmesser von 236 Metern, was einer überstrichenen Fläche von 43.742 Quadratmetern entspricht – die Größe von sechs Fußballfeldern pro Umdrehung. Die Anbindung an das Stromnetz erfolgt durch den deutsch-niederländischen Übertragungsnetzbetreiber TenneT mittels einer Offshore-Konverterstation und zwei Hochspannungs-Gleichstrom-Exportkabeln, die sich über 120 Kilometer unter Wasser und 110 Kilometer an Land erstrecken.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für „He Dreiht“ beläuft sich auf rund 2,4 Milliarden Euro. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass es ohne staatliche Förderung realisiert wurde, basierend auf einem sogenannten „Null-Cent-Gebot“ im Jahr 2017. Die Finanzierung wurde unter anderem durch ein langfristiges Darlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 600 Millionen Euro sowie durch einen syndizierten Kredit eines deutschen Bankenkonsortiums unterstützt. Der Bau des Windparks begann im Mai 2024, wobei die Fundamente im August 2024 installiert wurden und die Turbineninstallation im April 2025 startete. Bereits im November 2025 wurde der erste Strom ins Netz eingespeist, und bis August 2026 waren alle 64 Windturbinen erfolgreich errichtet worden.

Die erfolgreiche Inbetriebnahme von „He Dreiht“ unterstreicht Hamburgs Rolle als wichtiges Zentrum für Offshore-Windenergieprojekte und markiert einen weiteren Meilenstein auf dem Weg Deutschlands zu einer kohlenstofffreien Energiezukunft. Die Projektkoordination erfolgt aus dem Hamburger Offshore-Büro der EnBW, während die Wartungsbasis in Emden angesiedelt ist. Damit trägt „He Dreiht“ wesentlich zur Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung des Stromsystems bei.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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