Hamburg Update

Hamburg Standard als Vorbild für Wohnungsbau

today17. September 2026 6

Hintergrund
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Hamburgs innovativer „Hamburg Standard“ rückt immer stärker in den Fokus als vielversprechendes Modell für den dringend benötigten bezahlbaren Wohnungsbau. Das Konzept, das darauf abzielt, die Baukosten signifikant zu senken, wurde heute, am 17. September 2026, von Bundesbauministerin Verena Ute Hubertz (SPD) persönlich in Augenschein genommen. Ihr Besuch eines Projekts in Marienthal unterstreicht das wachsende Interesse des Bundes an dieser Hamburger Initiative, die möglicherweise als nationales Modell übernommen werden könnte.

Der „Hamburg Standard“ ist das Ergebnis der „Initiative kostenreduziertes Bauen“, die mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, die Baukosten im Wohnungsneubau um bis zu ein Drittel, oder etwa 2.000 Euro brutto pro Quadratmeter Wohnfläche, zu reduzieren. Dies soll durch bedarfsgerechtere Standards, effizientere Planungs- und Managementprozesse sowie beschleunigte Genehmigungsverfahren erreicht werden. Dabei werden beispielsweise unnötige DIN-Normen hinterfragt, auf kostenintensive Bauteile wie Keller und Tiefgaragen verzichtet und die Materialstärke von Betondecken oder Trennwänden optimiert, ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen.

Unter der Leitung von Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein haben über 200 Fachleute aus der Privatwirtschaft, der öffentlichen Hand, der Bau- und Wohnungswirtschaft sowie Wissenschaft und Jura seit über einem Jahr gemeinsam an der Definition des Standards gearbeitet. Die daraus entstandenen Maßnahmen umfassen Einsparungen von bis zu 600 Euro pro Quadratmeter durch die Reduzierung von Baustandards, weitere 1.000 Euro pro Quadratmeter durch den Verzicht auf ausgewählte technische und bauliche Elemente sowie bis zu 400 Euro pro Quadratmeter durch optimierte Planungs- und Genehmigungsprozesse. Hamburg strebt an, die Baukosten auf unter 3.000 Euro brutto pro Quadratmeter zu senken, während aktuell Neubauten in der Stadt durchschnittlich rund 4.600 Euro pro Quadratmeter kosten.

Ein konkretes Beispiel für die Umsetzung des „Hamburg Standards“ ist das „MorellenQuartier“ in Hamburg-Marienthal, das als Best-Practice-Beispiel dient. Hier entstehen 90 geförderte Mietwohnungen der HANSA Baugenossenschaft in sechs Neubauten. Das Projekt, dessen Grundstein am 8. Juni 2026 gelegt wurde und dessen Fertigstellung für März 2027 geplant ist, verzichtet bewusst auf teure Bauteile wie Keller und Tiefgaragen und setzt auf einfache „Low-Tech“-Lösungen sowie serielle Bauweisen. Mit diesem Vorgehen soll gezeigt werden, dass bezahlbarer und nachhaltiger Wohnraum auch mit weniger komplexer Technik und optimierten Prozessen geschaffen werden kann, ohne Abstriche bei der Funktionalität.

Die Bundesbauministerin Verena Ute Hubertz besuchte im Rahmen ihres Termins am heutigen Donnerstag ein Projekt im Bezirk Wandsbek, zu dem Marienthal gehört, um sich ein Bild von den praktischen Anwendungen des „Hamburg Standards“ zu machen. Das Interesse des Bundes ist groß, da der „Hamburg Standard“ als vielversprechender Weg gesehen wird, um die aktuelle Wohnungsbaukrise zu bewältigen und einen Kulturwandel im Wohnungsneubau einzuleiten. Befürworter betonen, dass die Bewohner in diesen nach dem neuen Standard errichteten Gebäuden keinen Unterschied in der Wohnqualität zu konventionell gebauten Immobilien feststellen werden, außer den geringeren Mietkosten. Der Hamburger Ansatz wird daher als potenzielles Vorbild für andere Städte und sogar bundesweit diskutiert.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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