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„Herr Werner wird zum Dieb“: Graphic Novel über Kunstretter

today17. September 2026 7

Hintergrund
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Wir bei RADIO REEPERBAHN Hamburg freuen uns, Ihnen heute eine besondere Geschichte über Zivilcourage und die Rettung von Kunst in dunklen Zeiten präsentieren zu können. Eine neue Graphic Novel mit dem Titel „Herr Werner wird zum Dieb“ des Verlags Carlsen, die am 1. September 2026 erscheint, beleuchtet die wahre Geschichte eines früheren Hausmeisters der Hamburger Kunsthalle. Er rettete während der NS-Zeit sieben wertvolle Gemälde vor der Zerstörung.

Der Held dieser Erzählung ist Wilhelm Werner, der von 1914 bis 1952 als Hausmeister in der Hamburger Kunsthalle tätig war. Im Jahr 1937 fasste Werner einen mutigen Entschluss: Als die Nationalsozialisten sogenannte „entartete Kunst“ aus Museen entfernten und vernichteten, nahm er sieben Gemälde der Künstlerin Anita Rée aus dem Depot und versteckte sie in seiner Dienstwohnung – mitten im Museum. Diese außergewöhnliche Tat war nicht nur ein Akt des Widerstands, sondern auch ein Beitrag zur Bewahrung der Kunst für zukünftige Generationen.

Bei den geretteten Werken handelte es sich um Bilder von Anita Rée, einer jüdischen Künstlerin, die sich 1933 aufgrund der Diskriminierung durch das NS-Regime das Leben nahm. Die Hamburger Kunsthalle hatte ihre Werke zwischen 1915 und 1930 erworben. Werner versteckte die Gemälde, als Kommissionen das Haus nach „entarteter Kunst“ durchsuchten, und bewahrte sie so vor der Beschlagnahmung und möglichen Zerstörung.

Nach Kriegsende brachte Wilhelm Werner die Bilder heimlich in das Depot der Kunsthalle zurück und sprach nie darüber. Juristisch gesehen handelte es sich bei seinem Vorgehen nicht einmal um einen Diebstahl, da die Werke Eigentum der Kunsthalle blieben. Erst später wurde seine Tat bekannt und gewürdigt. Im Jahr 2011 konzipierte Kurator Ulrich Luckhardt eine Ausstellung unter dem Titel „Die Sammlung des Hausmeisters Wilhelm Werner“, die nicht nur die geretteten Rée-Bilder, sondern auch Werners persönliche Sammlung von rund 500 Blättern zeigte, darunter Werke von Künstlern der „Hamburger Sezession“ wie Willem Grimm und Heinrich Stegemann.

Die Graphic Novel „Herr Werner wird zum Dieb“ von Andrea Offermann, die auf Archivrecherchen, Informationen der Hamburger Kunsthalle und Gesprächen mit Werners Familie basiert, erzählt diese wahre Geschichte altersgerecht und zugänglich für Kinder ab 10 Jahren. Sie bietet Einblicke in die NS-Kulturpolitik und die Verfolgung moderner Kunst und ist somit ein bedeutender Beitrag zur Erinnerungskultur und ein Beispiel für Mut und Zivilcourage.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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