Hamburg Update

Bauarbeiten für leistungsstarken Batteriespeicher in Bergedorf gestartet

today10. September 2026 6

Hintergrund
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In Hamburg-Bergedorf haben die Bauarbeiten für einen neuen Batteriespeicher begonnen, der sich als das leistungsfähigste seiner Art in der Hansestadt erweisen soll. Das schwedische Unternehmen Flower realisiert mit dieser Anlage ein Großprojekt, das eine Leistung von 100 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von 400 Megawattstunden (MWh) umfassen wird. Damit entsteht in Bergedorf nicht nur der größte Batteriespeicher Hamburgs, sondern nach aktuellem Kenntnisstand auch der leistungsfähigste innerhalb einer deutschen Großstadt, der maßgeblich zur Stabilität der Energieversorgung beitragen soll.

Die Anlage entsteht auf einer rund zwei Hektar großen Gewerbefläche im Hamburger Stadtteil Bergedorf, in unmittelbarer Nähe zum Energie-Campus der HAW Hamburg und dem entstehenden Innovationspark Bergedorf. Dieser Standort ist laut Flower sowohl logistisch als auch thematisch ideal eingebettet, und die Inbetriebnahme des Speichers ist für Ende 2028 geplant. Eine Besonderheit des Projekts ist die Auslegung auf eine Entladezeit von vier Stunden, was deutlich über dem derzeitigen Marktdurchschnitt von etwa zwei Stunden liegt und eine verbesserte Flexibilität des Stromsystems ermöglicht.

Der Batteriespeicher übernimmt vielfältige Aufgaben, die für die Energiewende von entscheidender Bedeutung sind. Er soll dazu dienen, das Stromnetz zu stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern, indem er Stromspitzen aus Wind- und Solarenergie effizient in das Energiesystem integriert. Wenn Wind- und Solaranlagen mehr Strom erzeugen als verbraucht wird, kann der Speicher diese Überschussenergie aufnehmen und so verhindern, dass sie ungenutzt bleibt. Zudem trägt die Anlage zur Glättung von Preisspitzen an der Strombörse bei, indem sie in Hochpreisphasen gezielt Energie abgibt. Auch die Frequenzregelung des Netzes wird durch die millisekundenschnelle Reaktion des Speichers unterstützt, was schneller ist als bei konventionellen Kraftwerken.

Der offizielle Spatenstich, der den Beginn der Bauarbeiten markierte, fand unter Anwesenheit politischer Prominenz statt. So war Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Katharina Fegebank, vor Ort. Flower, ein schwedisches Energy-Tech-Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm, ist bereits in mehreren europäischen Ländern aktiv und baut seine Präsenz in Deutschland gezielt aus. Das Unternehmen wurde bei der Flächensuche und Standortentwicklung durch Hamburg Invest unterstützt. Nach Fertigstellung des Hamburger Speichers soll die Vermarktung der Flexibilität der Anlage durch Engie übernommen werden.

Symbolbild – Foto: Rodrigo Henriquez / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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