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Im aufsehenerregenden Fall um die Hamburger Unternehmerin Christina Block steht eine weitere brisante Entwicklung bevor: Ihr ehemaliger Anwalt, Jurist Kury, soll als Zeuge vor Gericht erscheinen und wichtige Aussagen machen. Kury, der die Hauptangeklagte bis vor etwa einem Jahr rechtlich vertreten hatte, wird nun selbst in den Fokus der Justiz gerückt.
Der sogenannte „Block-Skandal“ beschäftigt die Öffentlichkeit seit Längerem und hat sich zu einem vielschichtigen Drama entwickelt. Er dreht sich um einen grenzüberschreitenden Sorgerechtsstreit und den schwerwiegenden Vorwurf der mutmaßlichen Kindesentführung. Christina Block, bekannt als Tochter des Block-House-Gründers Eugen Block, wird vorgeworfen, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in der Silvesternacht 2023/24 aus der Obhut ihres Vaters in Dänemark nach Deutschland beauftragt zu haben. Block selbst bestreitet die Vorwürfe vehement und betont, stets im Rahmen des Gesetzes gehandelt zu haben. Der Prozess vor dem Landgericht Hamburg begann am 11. Juli 2025.
Anwalt Kury hatte Christina Block seit Beginn der Ermittlungen in dieser komplexen Angelegenheit verteidigt, bis sie sich im August 2025, nach nur drei Verhandlungstagen, von ihm trennte. Als Gründe für die Mandatsniederlegung wurden interne Spannungen und Differenzen zwischen Kury und Blocks neuem Mitverteidiger Ingo Bott genannt. Es wurde zudem bekannt, dass Kury in seiner polizeilichen Aussage selbst Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Aktion in der Silvesternacht 2023/24 geäußert haben soll. Zuvor hatte Kury die Theorie ins Spiel gebracht, Christina Blocks inzwischen verstorbene Mutter Christa Block könnte die Entführung der Kinder in Auftrag gegeben haben – eine Darstellung, von der sich Christina Block im Verlauf des Prozesses distanzierte.
Die erwartete Zeugenaussage Kurys könnte neue Einblicke in die Hintergründe des Falls geben. Bereits im November 2025 hatte ein mutmaßlicher Haupttäter, David Barkay, in einer 327-seitigen Aussage Christina Block schwer belastet. Er behauptete, sie habe die Entführung ihrer Kinder gewusst und gewollt und dafür 220.000 Euro gezahlt. Barkay belastete auch den langjährigen Familienanwalt Andreas Costard, über den Zahlungen abgewickelt worden sein sollen. Die Kinder sollen durch die Ereignisse massiv traumatisiert sein; ein dänisches Gericht hat Christina Block im November 2025 das elterliche Sorge- und Umgangsrecht entzogen und es dem Vater Stephan Hensel zugesprochen, mit der Empfehlung, den Kontakt der Kinder zur Mutter einzustellen. Die Kinder haben zudem Klage auf Unterhalt gegen ihre Mutter eingereicht.
Der Prozess, in dem neben Christina Block und Andreas Costard auch weitere Personen, darunter ihr Lebensgefährte Gerhard Delling wegen Beihilfe, angeklagt sind, ist von hohem öffentlichen Interesse und zahlreichen Wendungen geprägt. Die Aussage von Jurist Kury wird daher mit Spannung erwartet, da sie potenziell weitere Details zur Rolle der verschiedenen Akteure und zum Ablauf der Geschehnisse offenbaren könnte.
Symbolbild – Foto: RDNE Stock project / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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