Hamburg Update

Anschlagspläne zum Jahrestag von 9/11 in Hamburg vereitelt

today9. September 2026 9

Hintergrund
share close

Zum Jahrestag der tragischen Anschläge vom 11. September konnten in Hamburg mutmaßliche Anschlagspläne vereitelt werden. Die Behörden waren erfolgreich darin, gefährliche Vorhaben zu verhindern und zeigten damit einmal mehr ihre hohe Wachsamkeit im Kampf gegen den Terrorismus.

Ein prägnantes Beispiel für die erfolgreiche Terrorismusbekämpfung in der Hansestadt ist die Verhinderung eines geplanten Anschlags rund um den 20. Jahrestag des 11. September im Jahr 2021. Damals nahmen Ermittler den damals 20-jährigen Deutsch-Marokkaner Abdurrahman C. in Hamburg fest. Er hatte Materialien zum Bau einer Bombe besessen und versucht, im Darknet eine Waffe sowie eine Handgranate zu erwerben. Die Festnahme erfolgte Ende August bei einer inszenierten Übergabe.

Die Ermittlungen zeigten, dass Abdurrahman C. bereits Chemikalien wie Schwefel und Kaliumnitrat, die zum Bombenbau geeignet sind, erworben hatte. Die Vorbereitungen des mutmaßlichen Attentäters liefen nur wenige Wochen vor dem 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September ab, was Ermittler als auffällig bewerteten. Sein Vater war zudem als Islamist bekannt und hatte Verbindungen zur mittlerweile geschlossenen Hamburger Al-Quds-Moschee, die einst ein Treffpunkt der Terrorzelle um Mohammed Atta war. Abdurrahman C. wurde wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags verurteilt; die Verurteilung wurde im Januar 2023 durch den Bundesgerichtshof rechtskräftig.

Hamburg hat seit den Anschlägen von 2001, die teilweise von der sogenannten Hamburger Terrorzelle vorbereitet wurden, eine besondere Sensibilität und Wachsamkeit gegenüber islamistischen Bestrebungen entwickelt. Die Sicherheitsbehörden der Stadt, darunter die Polizei und der Verfassungsschutz, sind seitdem besonders wachsam. Aktuell werden in Hamburg 14 Personen als „Gefährder“ im Bereich religiös motivierter Ideologien, sprich Islamismus, eingestuft, von denen sich fünf auf freiem Fuß befinden.

Die Terrorismusbekämpfung in Deutschland wird maßgeblich durch das 2004 gegründete Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) koordiniert, in dem rund 40 Behörden von Bund und Ländern zusammenarbeiten, um Informationen auszutauschen und Anschläge zu verhindern. Die Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden bleiben hoch, insbesondere durch die zunehmende Online-Radikalisierung und die Verbreitung extremistischer Propaganda im Internet. Die Ereignisse des 11. September 2001 sind für die Sicherheitsarchitektur weltweit eine Zäsur gewesen, und Deutschland hat daraus wichtige Lehren für seine Terrorabwehr gezogen.

Symbolbild – Foto: cottonbro studio / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort