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Die Stadt Hamburg beabsichtigt, den zentral gelegenen Hammerbrooklyn-Pavillon am Oberhafen-Quartier für gut 40 Millionen Euro zu erwerben, um dort ein neues Start-up-Zentrum zu etablieren. Diese Investition soll die Hamburger Gründerszene stärken und weitere junge Unternehmen in die Hansestadt locken. Mit einer Gesamtsumme von 40,135 Millionen Euro ist der Kaufpreis für das Gebäude selbst auf 31,4 Millionen Euro beziffert, wobei zusätzliche Kosten unter anderem für Notar, Grunderwerbsteuer, Erbbauzins, Umbau und Ausstattung anfallen. Die mehrheitlich städtische „Start-Up Labs Hamburg GmbH“ soll den Pavillon übernehmen und einen Erbbaurechtsvertrag über 60 Jahre mit dem städtischen Immobilien-Landesbetrieb abschließen, da das Grundstück bereits im Besitz der Stadt ist.
Der markante Pavillon blickt auf eine besondere Geschichte zurück: Ursprünglich war er der US-amerikanische Expo-Pavillon auf der Weltausstellung 2015 in Mailand. Nach der Expo wurde er demontiert, nach Hamburg transportiert und am Stadtdeich im Oberhafen-Quartier wieder aufgebaut. Seit seiner Eröffnung Anfang 2021 als „Digital Pavillon“ oder „Factory Hammerbrooklyn“ dient er als Treffpunkt für Start-ups, Kreative und Unternehmen. Er bietet flexible Co-Working-Plätze, Räume für Workshops und große Veranstaltungen, ein Auditorium für bis zu 800 Personen sowie eine Dachterrasse mit Blick auf den Oberhafen. Das Gebäude gilt zudem als eines der intelligentesten weltweit und erhielt die Smart Building Zertifizierung in Platin.
Der Digital Pavillon ist dabei Teil eines umfassenderen Projekts namens „Hammerbrooklyn.DigitalCampus“, das sich zu einem führenden Innovationsstandort für digitale Transformation in Hamburg entwickeln soll. Neben dem Pavillon sind weitere Bauphasen geplant, darunter der „Treetop Tower“ bis 2026 und der „HAMMERBROOKLYN Big Market“ bis voraussichtlich Ende 2029. Das Gesamtkonzept zielt darauf ab, Unternehmen, Wissenschaft und die Gesellschaft an einem Ort zusammenzubringen, um kollaborativ an Zukunftsthemen und innovativen Lösungen zu arbeiten.
Trotz der visionären Pläne und der Bedeutung des Standorts gibt es kritische Stimmen zum Kauf des Pavillons. Insbesondere die Fraktionen von CDU und Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft äußerten Bedenken und fordern Aufklärung. Kritisiert wird unter anderem die Höhe des Kaufpreises und die Frage, ob ein solcher Betrag auch von einem privaten Käufer für eine so spezielle Immobilie gezahlt worden wäre. Die Linksfraktion hinterfragt zudem die Annahme, dass durch das Zentrum durchschnittlich ein zusätzliches Start-up pro Jahr erfolgreich sein und langfristig in Hamburg bleiben werde, und zieht einen Vergleich zu knappen Mitteln in der sozialen Infrastruktur.
Der Senat verteidigt die Investition als wichtigen Schritt zur Stärkung des Hamburger Innovationsökosystems. Mit dem neuen Start-up-Zentrum, dessen Flächen ab April 2027 neu vermietet werden könnten, soll die Vernetzung der Start-ups intensiviert und Hamburg als attraktiver Standort für junge Unternehmen weiter etabliert werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Debatte um die Finanzierung und die erwarteten Erfolge des Projekts in den kommenden Monaten weitergeführt wird.
Symbolbild – Foto: Sebastian Beck / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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