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Aktuell wurde der geplante Neubau für das Hamburger Schwanenwesen in Eppendorf vorläufig gestoppt. Das Bezirksamt Hamburg-Nord führt als Gründe für diese Entscheidung schwierige Bodenverhältnisse auf der Baustelle an der Erikastraße sowie offenbar auch deutlich gestiegene Kosten ins Feld. Das Projekt, das ursprünglich im kommenden Jahr fertiggestellt werden sollte, wird nun auf den Prüfstand gestellt, um alternative Bauweisen und eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse zu prüfen.
Das neue Schwanenquartier ist als moderne und größere Winterunterkunft für die Hamburger Alsterschwäne sowie als zentrale Dienststelle für die Wildtierrettung, den Seuchen- und Katastrophenschutz für die gesamte Hansestadt konzipiert. Die bisherige provisorische Unterbringung der Schwäne am Eppendorfer Mühlenteich, die unter anderem aus Zelten bestand, erfüllte insbesondere nach der Vogelgrippewelle im Januar 2023, die den Schwanenbestand stark dezimierte, nicht mehr die erforderlichen hygienischen und räumlichen Anforderungen. Das Bauvorhaben soll zudem größere Grün- und Freiflächen für die Tiere bieten und über die Themen Klimawandel und Biodiversität informieren.
Die Kostenentwicklung des Bauprojekts hat in den vergangenen Jahren für Diskussionen gesorgt. Während im Jahr 2021 noch mit 3,6 Millionen Euro kalkuliert wurde, stiegen die Schätzungen zuletzt auf rund 6,6 bis 7,1 Millionen Euro an. Davon sollten 1,3 Millionen Euro aus Bundesmitteln und der Großteil, etwa 5,78 Millionen Euro, von der Stadt Hamburg getragen werden. Der Bund der Steuerzahler kritisierte die Preisexplosion und die lange Planungsphase scharf, die das Vorhaben als „Luxusprojekt“ und „teures Symbol“ einstufte.
Die Bauarbeiten für das Schwanenquartier hatten erst im Mai 2025 begonnen, nachdem der Siegerentwurf der „eins:eins Architekten“ bereits im Jahr 2022 vorgestellt worden war. Ursprünglich war die Fertigstellung für etwa zwei Jahre nach Baubeginn, also für Mai 2027, geplant. Aufgrund der Bauarbeiten und des Abrisses des Altbaus überwinterten die Alsterschwäne in der Saison 2025/2026 erstmals nicht am Eppendorfer Mühlenteich, sondern wurden vorübergehend in der Wildtierstation des Hamburger Schwanenwesens in Ohlsdorf untergebracht.
Trotz des aktuellen Baustopps betonen die Verantwortlichen, dass das Projekt nicht gänzlich auf der Kippe stehe. Vielmehr sollen angepasste Planungen die Voraussetzungen schaffen, um den Neubau fortführen zu können. Die Bedeutung des Standortes für die Wildtierrettung sowie den Seuchen- und Katastrophenschutz für ganz Hamburg wird weiterhin als Gewinn für die gesamte Stadt hervorgehoben.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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