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Der Hamburger SV steht vor einer anspruchsvollen Saison, in der die Qualitäten zweier Schlüsselspieler neu verteilt werden müssen. Nachdem Luka Vuskovic und Fabio Vieira den Verein verlassen haben, versuchen die Hamburger, die Qualitäten ihrer Stars auf mehrere Schultern zu verteilen, im Kader hat sich einiges getan. Die bisherigen Entwicklungen auf dem Transfermarkt und in der Vorbereitung geben erste Einblicke, ob dieser Ansatz aufgehen kann und ob die Daten dies bestätigen.
Für die Defensive hat der HSV auf den Abgang von Luka Vuskovic reagiert und Sebastiaan Bornauw auf Leihbasis von Leeds United verpflichtet. Der Leihvertrag läuft über eine Saison und beinhaltet eine kolportierte Kaufoption in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Sportdirektor Claus Costa lobte Bornauw als Spieler, der „hervorragend in unser Anforderungsprofil“ passe und die gewünschte körperliche Präsenz, Zweikampfstärke und Qualitäten im Kopfballspiel mitbringe. Bornauw, der die Rückennummer 33 erhielt, verfügt über umfangreiche Bundesliga-Erfahrung mit 140 Ligapartien für den 1. FC Köln und den VfL Wolfsburg.
Im Mittelfeld galt Fábio Vieira als zentraler Spieler, doch nach seiner Leihe ist er zu seinem Stammverein Arsenal zurückgekehrt. Obwohl der HSV eine feste Verpflichtung anstrebte, konnte eine Einigung nicht erzielt werden, da das Hamburger Budget von knapp zehn Millionen Euro nicht den Forderungen Arsenals entsprach, die ursprünglich bei 22 Millionen Euro lagen und später auf 10 bis 15 Millionen Euro gesenkt wurden. Als Ersatz wurde der französische Mittelfeldspieler Martin Adeline von ESTAC Troyes für vier Millionen Euro plus Boni verpflichtet. Adeline war in der letzten Saison maßgeblich am Aufstieg von Troyes in die Ligue 1 beteiligt und beeindruckte mit zehn Toren und elf Vorlagen in 32 Ligue-2-Einsätzen. Die Zukunft von Vieira bleibt jedoch bis kurz vor Transferschluss spannend, da der HSV laut Berichten vom 26. August weiterhin auf eine Verpflichtung hofft, sollte Arsenal sein Angebot annehmen und kein finanzstärkerer Verein wie der AC Mailand konkret ins Rennen einsteigen.
Auch abseits dieser beiden Personalien gab es zahlreiche Veränderungen im Kader. Der HSV konnte unter anderem Patson Daka von Leicester City als neuen Stürmer gewinnen, der bereits in der Vorbereitung seine vielversprechende Form unter Beweis stellte. Weitere Abgänge verzeichneten die Hamburger mit Robert Glatzel, der zum VfL Wolfsburg wechselte, und Ransford Königsdörffer, der sich Mainz anschloss. Die Leihe von Albert Grønbæk wurde in eine feste Verpflichtung umgewandelt, und der dänische Mittelfeldspieler etabliert sich zunehmend als wichtige Offensivkraft. Beim 3:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Drittligisten SC Verl erzielte Grønbæk zwei Tore, während der erst 16-jährige Louis Lemke mit seinem Treffer zum jüngsten Pflichtspiel-Torschützen in der HSV-Geschichte avancierte.
Die Vorbereitung der Rothosen auf die neue Bundesliga-Saison, die nach der obligatorischen Leistungsdiagnostik Anfang Juli in Trainingslagern in Dänemark und Österreich erfolgte, verlief größtenteils vielversprechend. In den Freundschaftsspielen erzielte die Mannschaft im Durchschnitt zwei Tore pro Partie, was auf eine verbesserte Offensivkraft hindeutet. Der HSV hat in dieser Transferperiode bewusst versucht, die Kadertiefe zu stärken, ohne die Kernidentität des Teams zu verändern. Die ersten Eindrücke und Ergebnisse der Vorbereitung sowie des erfolgreichen Pokalauftakts lassen darauf schließen, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird, was potenziell die Abgänge der Leistungsträger auffangen könnte.
Symbolbild – Foto: Omar Ramadan / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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