Hamburg Update

Prozessbeginn gegen Fußballtrainer wegen sexuellen Missbrauchs

today24. August 2026 3

Hintergrund
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Vor dem Landgericht Hamburg hat ein Prozess gegen einen Fußballtrainer begonnen, dem vorgeworfen wird, mehrere Kinder sexuell missbraucht zu haben. Der heute 16-jährige Junge, dessen Fall die Ermittlungen ins Rollen brachte, hatte sich zuvor Freunden und schließlich seinen Eltern anvertraut. Der angeklagte 39-jährige Dennis W. soll die ihm anvertrauten Kinder über Jahre hinweg sexuell missbraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Fußballtrainer Dennis W. insgesamt 79 Straftaten vor. Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen 2013 und 2024 ereignet haben, wobei die Opfer zwischen zehn und zwölf Jahre alt gewesen sein sollen. Demnach soll Dennis W. die Kinder als Fußballtrainer und Nachhilfelehrer kennengelernt und das Vertrauen der Familien ausgenutzt haben. Die Übergriffe sollen sich vorwiegend auf einem Campingplatz an der Ostsee, oft in einem Wohnwagen, zugetragen haben.

Der Weg zur Aufdeckung der Taten ist oftmals lang und schwierig für die Betroffenen. Im vorliegenden Fall vertraute sich der Junge, der heute 16 Jahre alt ist, erst im Alter von 15 Jahren einer Freundin an, die ihm schließlich half, mit seinen Eltern zu sprechen und die Ermittlungen einzuleiten. Es ist bekannt, dass es vielen Opfern sexuellen Missbrauchs schwerfällt, sich Angehörigen oder Beratungsstellen anzuvertrauen, da Gefühle von Scham und Ohnmacht oft zu groß sind.

Fälle von sexuellem Missbrauch im Sport, insbesondere durch Trainer, sind leider keine Seltenheit. Täter nutzen häufig ihre Machtposition und das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird, aus. Studien zeigen, dass sexueller Missbrauch oft im nahen Umfeld der Kinder stattfindet und die Täter häufig Vertrauenspersonen wie Verwandte, Bekannte oder eben Trainer sind. Für die betroffenen Kinder haben sexuelle Übergriffe schwerwiegende Folgen für Körper und Seele und können ihr Leben lang beeinträchtigen.

Sportvereine sind sich dieser Problematik zunehmend bewusst und entwickeln Schutzkonzepte, um Kinder und Jugendliche besser vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Dennoch befindet sich die Diskussion um dieses Thema in vielen Vereinen und Verbänden noch im Anfangsstadium, und es gibt weiterhin Übergriffe. Die Aufarbeitung solcher Fälle und die Unterstützung der Opfer sind entscheidend, um Prävention zu stärken und das Vertrauen in den Sport wiederherzustellen.

Symbolbild – Foto: Anastasia Shuraeva / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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