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PETA erhebt schwere Vorwürfe gegen Tierpark Hagenbeck

today19. August 2026 6

Hintergrund
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PETA erhebt schwere Vorwürfe gegen Tierpark Hagenbeck

Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert Tierpark Hagenbeck scharf und veröffentlichte einen Social-Media-Clip, der vermeintliche Bewegungsstereotypien und Haltungsdefizite bei Tieren zeigen soll. Diese Vorwürfe haben eine öffentliche Diskussion über die Zustände im bekannten Hamburger Zoo ausgelöst. Aktuelle Videoaufnahmen einer PETA-Recherche aus Juni 2026 dokumentieren nach Angaben der Organisation erhebliche Missstände und weisen auf enormes psychisches Leid der Tiere hin. Infolgedessen hat PETA eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Tierparks bei der Staatsanwaltschaft Hamburg angekündigt.

Konkret beklagt PETA, dass der Elefantenbulle Maurice wiederkehrende Kopfbewegungen, das sogenannte „Weben“, zeige, was als Anzeichen psychischen Leidens gewertet wird. Auch ein Zebra, ein Braunbär, ein Walross und ein Baumstachler sollen auffällige Verhaltensweisen aufweisen. Des Weiteren kritisiert die Organisation, dass Pelikane und Flamingos im Tierpark Hagenbeck asymmetrische Flügel besitzen, was darauf hindeute, dass sie flugunfähig gemacht wurden. PETA sieht hierin einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, da das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen bei Wirbeltieren verboten ist. Zudem wird der Einsatz von Elefantenhaken bei Hagenbeck bemängelt.

Die Tierrechtsorganisation vertritt grundsätzlich die Auffassung, dass Zoos Tierleid verursachen und den natürlichen Bedürfnissen von Wildtieren nicht gerecht werden. Sie fordert ein Ende der Zucht und Haltung von Tieren in Zoogefangenschaft und argumentiert, dass Zoos weder dem Artenschutz dienen noch einen Bildungsauftrag erfüllen. PETA wies in der Vergangenheit bereits auf Missstände in der Tierhaltung bei Hagenbeck hin und rief Besucher dazu auf, als Whistleblower aktiv zu werden, nachdem der Tierpark versucht haben soll, negative Online-Rezensionen löschen zu lassen.

Von Seiten des Tierparks selbst liegt zu den jüngsten spezifischen Vorwürfen noch keine detaillierte öffentliche Stellungnahme vor. Allerdings wurde in der Vergangenheit von Medien und dem Tierpark selbst die Methodik von PETA kritisiert. Es wird argumentiert, dass auffälliges Verhalten bei Tieren nicht automatisch ein Beweis für akutes Leid sei und aus früheren Haltungen stammen könne. Zudem wurden PETA-Anzeigen bisweilen als PR-Aktionen bezeichnet, die emotional wirkende Bilder verbreiten, ohne eine unabhängige veterinärmedizinische Untersuchung zu ersetzen. Der Tierpark Hagenbeck hatte sich bereits früher vehement gegen als „rücksichtslose Lügen“ bezeichnete Anschuldigungen von PETA verteidigt.

Die nun eingereichte oder angekündigte Strafanzeige wird voraussichtlich eine behördliche Prüfung der Vorwürfe nach sich ziehen. Die öffentliche Diskussion über die Haltungsbedingungen im Tierpark Hagenbeck und die Rolle von Zoos im Allgemeinen bleibt angesichts der wiederkehrenden Kritik von Tierschutzorganisationen und der konträren Positionen ein vielbeachtetes Thema in Hamburg und darüber hinaus.

Symbolbild – Foto: Sergio Zhukov / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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