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Niklas Süle

today17. August 2026 1

Hintergrund
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Ex-Nationalspieler Niklas Süle hat bei seinem Kreisliga-Debüt für den SV Tiefenbach eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Am Sonntag verlor der SV Tiefenbach vor rund 500 Zuschauern mit 2:7 (0:3) gegen die SG Kirchardt. Süle, der den Fußball in der Kreisliga noch einmal „in vollen Zügen genießen“ möchte, spielte dabei nicht auf seiner angestammten Position in der Abwehr.

Der 30-Jährige lief in ungewohnt offensiver Rolle im zentralen Mittelfeld und sogar im Sturm auf, anstatt wie in seiner Profi-Karriere üblich in der Innenverteidigung. Trotz der klaren Niederlage gelang dem ehemaligen Champions-League-Sieger ein Treffer: In der 75. Minute köpfte er nach einer Ecke zum zwischenzeitlichen 2:6 ein. Die Partie fand bei 32 Grad Celsius und vor einer „Bratwurst-Bude“ nahe der Eckfahne statt, ein starker Kontrast zu den großen Arenen, die Süle von seiner Profizeit gewohnt war.

Sein Wechsel zum SV Tiefenbach, der in der Kreisliga Sinsheim und damit in der achthöchsten Spielklasse angesiedelt ist, erfolgte drei Monate nach seinem Abschied von Borussia Dortmund und dem offiziellen Ende seiner Profikarriere im Mai 2026. Süle hatte bereits bei der Bekanntgabe des Wechsels im Juli 2026 erklärt, dass er mit Freunden zusammenspielen möchte, um den Sport wieder aus einer anderen Perspektive zu erleben – frei von Geschäft und Geld. Tatsächlich spielen zwei seiner besten Freunde beim SV Tiefenbach, einer davon ist sogar Trainer Jason Walzel.

Trainer Jason Walzel äußerte sich nach der Partie und berichtete, dass Süle vor seinem Debüt lediglich dreimal mit der Mannschaft trainiert habe. Man habe die Partie hochverdient verloren. Walzel hofft nun, dass der „Trubel“ um Süle langsam nachlässt und sich das Team auf das Fußballspielen konzentrieren kann, da Süle noch Zeit brauche, um „wieder reinzufinden“. Süles Ankunft in Tiefenbach hat bereits für einen Ausnahmezustand im Verein gesorgt, mit Anfragen für Süle-Fan-Trikots sogar aus China.

Auf die Frage, wie viel Spaß ihm das Spiel gemacht habe, antwortete Süle knapp: „So viel wie ein 7:2 Spaß macht“. Interviews wollte er nach der Partie zunächst nicht geben, um sich nicht in den Mittelpunkt zu stellen. Trotz der deftigen Niederlage nahm sich der ehemalige Nationalspieler nach Abpfiff lächelnd Zeit für Autogramme und Selfies mit den zahlreichen jungen Fans.

Symbolbild – Foto: Omar Ramadan / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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