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Die Berliner Politik hat eine neue Spitze: Hendrikje Klein von der Partei Die Linke ist zur neuen Parlamentspräsidentin des Abgeordnetenhauses gewählt worden. Die Wahl erfolgte am heutigen Donnerstag, knapp sechs Wochen nach der Landtagswahl in der Hauptstadt. Klein ist die erste Politikerin ihrer Partei in diesem wichtigen Amt, was in der Bundeshauptstadt weitreichende Bedeutung hat und auch die Aufmerksamkeit in Städten wie Hamburg weckt.
Die Wahl zum 20. Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 hatte Die Linke als stärkste Kraft hervorgebracht. Mit 25,7 Prozent der Stimmen erhielt sie das Vorschlagsrecht für das Präsidentenamt. Hendrikje Klein, Jahrgang 1979 und Diplom-Verwaltungswirtin, gehört dem Abgeordnetenhaus bereits seit 2016 an und konnte ihr Direktmandat im Wahlkreis Lichtenberg 5 bei der jüngsten Wahl mit 39,3 Prozent der Stimmen erfolgreich verteidigen. Zuvor war die 46-Jährige seit 2024 als Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion tätig und in der vorherigen Legislaturperiode stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Als Parlamentspräsidentin obliegt Hendrikje Klein nun die verantwortungsvolle Aufgabe, die Plenarsitzungen des Abgeordnetenhauses zu leiten. Sie führt den Vorsitz im Präsidium und im Ältestenrat und übt das Hausrecht sowie die Polizeigewalt innerhalb des Parlaments aus. Sie vertritt das Abgeordnetenhaus zudem nach außen und ist für eine Wahlperiode von fünf Jahren gewählt. Die konstituierende Sitzung, die traditionell vom Alterspräsidenten, in diesem Fall dem CDU-Politiker Kurt Wansner, eröffnet wurde, markiert den offiziellen Start der neuen Legislaturperiode des auf 153 Mitglieder verkleinerten Parlaments.
Die Wahl von Klein, die mit 98 von 149 anwesenden Abgeordnetenstimmen eine breite Zustimmung erhielt, unterstreicht die aktuelle politische Dynamik in Berlin. Die Linke strebt nach ihrem Wahlsieg eine Koalition mit den Grünen und der SPD an, wobei Sondierungsgespräche bereits am 17. Oktober abgeschlossen wurden und Koalitionsverhandlungen im November beginnen sollen. Derweil wurden auch die Vizepräsidenten gewählt; Cornelia Seibeld von der CDU konnte sich durchsetzen, während der Kandidat der AfD, Martin Trefzer, die notwendige Mehrheit verfehlte.
Diese Entwicklungen in der Hauptstadt werden mit großem Interesse verfolgt. Für unsere Hörerinnen und Hörer von RADIO REEPERBAHN Hamburg bedeutet dies einen spannenden Blick auf die Gestaltung der Großstadtpolitik, die auch für uns im Norden relevante Impulse geben kann. Die Besetzung solch zentraler Ämter durch neue Gesichter prägt nicht nur die legislative Arbeit in Berlin, sondern sendet auch Signale für die politische Landschaft bundesweit.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
today29. Oktober 2026
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