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Bundespräsidenten-Nachfolge: Merz beharrt auf CDU-Vorschlagsrecht

today29. Oktober 2026

Hintergrund

Die Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gewinnt an Fahrt, während Kanzler Friedrich Merz weiterhin auf dem Vorschlagsrecht der CDU beharrt. Hier bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg verfolgen wir die aktuellen Entwicklungen aufmerksam. Merz hat sich nach wie vor nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt, bekräftigte aber, dass die CDU als stärkste Kraft in der Bundesversammlung den Anspruch habe, einen Vorschlag zu unterbreiten. Die CDU-Führung kommunizierte diesen Anspruch bereits vor dem CSU-Parteitag in München.

Unterdessen erhöht die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundesfamilienministerin Karin Prien den Druck auf ihre Partei, indem sie eine Entscheidung bis zum 9. November ankündigt. Prien, die selbst als mögliche Kandidatin gehandelt wird, betonte, dass es aus ihrer Sicht „ganz klar: eine Frau werden“ sollte. Sie wies darauf hin, dass es in CDU und CSU mehrere kompetente Frauen gebe, die für das Amt geeignet seien, und warnte davor, Kandidatinnen in der Debatte unfair zu bewerten.

Die 18. Wahl des deutschen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung ist für den 30. Januar 2027 im Reichstagsgebäude in Berlin angesetzt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat diesen Termin im Februar 2026 festgelegt. Frank-Walter Steinmeiers zweite fünfjährige Amtszeit endet am 18. März 2027, und eine unmittelbare Wiederwahl für eine dritte Amtszeit ist gemäß Artikel 54 Absatz 2 Grundgesetz nicht zulässig. Die Bundesversammlung, die sich aus allen Bundestagsabgeordneten und einer gleichen Anzahl von von den Landesparlamenten gewählten Delegierten zusammensetzt, hat die alleinige Aufgabe, das Staatsoberhaupt zu wählen.

Neben Karin Prien werden weitere Namen in der CDU als mögliche Kandidatinnen genannt, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und die frühere Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch die hessische Fraktionschefin Ines Claus ist neu ins Gespräch gekommen, nachdem Medien berichtet hatten, Kanzler Merz favorisiere sie – was jedoch aus seinem Umfeld dementiert wurde. Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) wird ebenfalls intensiv diskutiert und von CSU-Chef Markus Söder sowie inzwischen auch von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch unterstützt. Merz selbst hatte im August 2025 erklärt, er könne sich „sehr gut vorstellen“, dass 2027 erstmals eine Frau zur Bundespräsidentin gewählt werde.

Die breite öffentliche Debatte zeigt, dass der Wunsch nach einer ersten Bundespräsidentin in Deutschland groß ist. Unabhängig von parteiinternen Festlegungen kursieren auch Vorschläge außerhalb des etablierten Politikbetriebs, wie etwa eine Online-Petition, die Entertainer Hape Kerkeling für das Amt ins Gespräch bringt und bereits über 162.000 Unterschriften gesammelt hat. Die Entscheidung, die am 30. Januar 2027 in Berlin fallen wird, ist von großer Bedeutung für die zukünftige Ausrichtung und Repräsentation des Landes.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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