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Drohnenangriff auf Handelsschiff im Schwarzen Meer

today23. Oktober 2026

Hintergrund

Vor der rumänischen Schwarzmeerküste ist ein Handelsschiff nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff gesunken, bei dem mindestens ein Seemann ums Leben kam, drei weitere verletzt wurden und drei Seeleute noch immer vermisst werden. Rumäniens Präsident Nicușor Dan sieht die Verantwortung für den Vorfall erneut bei Russland. Das Unglück ereignete sich am Freitag, dem 23. Oktober 2026, etwa 13 Seemeilen von Constanța entfernt und damit knapp außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer.

Das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff hatte eine Besatzung von insgesamt 13 Personen, darunter zehn Ukrainer und drei Aserbaidschaner. Die Besatzung konnte noch einen Notruf absetzen, bevor das Schiff kenterte und zu sinken drohte. Nach Angaben rumänischer Medien wurden neun Seeleute gerettet, während die Suche nach den drei Vermissten andauert. Präsident Dan bezeichnete den Vorfall als weiteren „Eskalationsversuch Russlands“ im Rahmen des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilte den Angriff als „eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht“.

Dieser jüngste Drohnenangriff ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein: Es ist bereits das vierte Handelsschiff, das allein im Oktober vor der rumänischen Küste mutmaßlich durch Drohnen-Treffer verunglückt ist. Erst vor gut einer Woche waren im Abstand von wenigen Tagen zwei weitere Handelsschiffe nahe Sulina an der Mündung der Donau ins Schwarze Meer betroffen. Auch ein Schiff mit ukrainischem Getreide geriet Anfang Oktober nahe dem rumänischen Ort Sfântu Gheorghe ins Visier. Zudem wurden im Oktober Angriffe auf Schiffe in den Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlandes Bulgarien gemeldet, wobei dort ebenfalls Schiffe sanken und Seeleute als vermisst oder tot gelten.

Die anhaltende Eskalation im Schwarzen Meer bedroht zunehmend die zivile Schifffahrt und die kritische Infrastruktur in der Region. Die Vorfälle haben die Sorge um die Getreideexporte aus der Ukraine und die allgemeine Sicherheit der Seefahrt massiv verstärkt. Bulgarien hat bereits die Europäische Union und die NATO um technische Hilfe bei der Untersuchung der Drohnenangriffe gebeten. Angesichts der wiederholten Vorfälle gab die NATO bekannt, ihre Präsenz vor Ort zu verstärken und ihre Abschreckungs- und Verteidigungsposition bei Bedarf anzupassen. Die rumänische Außenministerin Oana Toiu bezeichnete das Schwarze Meer kürzlich als „das derzeit tödlichste Meer“, was die Zahl der Opfer unter Seeleuten in den letzten Monaten angeht.

Als Redaktion von RADIO REEPERBAHN Hamburg beobachten wir diese Entwicklung mit großer Sorge. Die Angriffe auf Handelsschiffe stellen eine ernsthafte Bedrohung für die internationale Schifffahrt dar und haben weitreichende Konsequenzen für die globale Wirtschaft und Stabilität. Die Vorfälle unterstreichen die dringende Notwendigkeit internationaler Anstrengungen, um die Sicherheit in dieser strategisch wichtigen Region wiederherzustellen und Verstöße gegen das Völkerrecht konsequent zu ahnden.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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