Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Irak blickt nach dem vollständigen Abzug der US-Truppen am 30. September 2026 einer neuen Realität entgegen. Schiitische Milizen haben sich als die dominierende Kraft im Land etabliert, eine Entwicklung, die von ihrem prominentesten Anführer, Qais al-Khazali, nun mit der Forderung nach Abgabe der Waffen an die Regierung begleitet wird. Diese Ausgangslage bildet den Kern einer komplexen Situation, die von unserem Hamburger Sender RADIO REEPERBAHN aufmerksam verfolgt wird.
Die schiitischen Milizen im Irak stellen eine immense Macht dar, mit Hunderttausenden von Kämpfern und erheblichen finanziellen Einnahmen, die unter anderem durch Kontrollpunkte generiert werden. Viele dieser Gruppen, wie auch Qais al-Khazalis eigene Organisation Asaib Ahl al-Haq, unterstehen formal dem irakischen Premierminister, nehmen aber häufig ihre Befehle aus dem Iran entgegen. Sie sehen sich oft als Teil einer „Achse des Widerstands“ gegen die USA und Israel und sind tief in die irakische Gesellschaft und Wirtschaft integriert.
Angesichts dieser Realität bemüht sich die irakische Regierung unter Premierminister Ali al-Zaidi darum, die Kontrolle über das staatliche Waffenmonopol zu erlangen. Ursprünglich war der 30. September 2026 als Frist für die Entwaffnung der Milizen vorgesehen, doch diese wurde nun bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Der Entwaffnungsprozess soll in mehreren Phasen erfolgen, beginnend mit einer 90-tägigen Einstellung von Angriffen, unter der Bedingung, dass die Milizen ihrerseits nicht von US-Militär angegriffen werden. Zudem wird ein Gesetzesentwurf diskutiert, der die als Volksmobilisierungskräfte bekannten schiitischen Milizen den irakischen Streitkräften angliedern soll.
Trotz der verbalen Unterstützung durch Anführer wie Qais al-Khazali, der die Abgabe der Waffen als „legitime und korrekte Forderung“ zur Stabilisierung staatlicher Institutionen bezeichnet, stößt der Entwaffnungsprozess in der Praxis auf erheblichen Widerstand. Viele mächtige Milizfraktionen lehnen eine Abgabe ihrer Waffen kategorisch ab und betrachten die Forderung als „kindisch“. Dieser Stillstand verdeutlicht die Grenzen der staatlichen Autorität und die tiefe Verankerung der Milizenstrukturen, die teilweise auch in der Regierung vertreten sind.
Die Situation im Irak bleibt nach dem US-Abzug extrem fragil und hat weitreichende regionale Implikationen. Die USA betrachten die mit dem Iran verbündeten Milizen als Bedrohung für die irakische Souveränität und die Stabilität der gesamten Region. Berichte über aus dem Irak gestartete Drohnenangriffe auf eine wichtige Pipeline in Saudi-Arabien im September 2026 unterstreichen die anhaltende Instabilität. Mit dem anhaltenden Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen, findet sich der Irak in einer zunehmend schwierigen Lage wieder, in der er seinen eigenen Weg zu Stabilität und Souveränität finden muss.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG