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Die Suche nach einem Nachfolger für UN-Generalsekretär António Guterres, dessen zweite Amtszeit im Dezember 2026 endet, gestaltet sich weiterhin schwierig. Die 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats konnten auch bei ihrer fünften Probeabstimmung am 7. Oktober 2026 noch keine Vorentscheidung über die Besetzung des wichtigen Postens treffen. Diese wiederholten ergebnislosen Abstimmungen unterstreichen die Herausforderung, einen Konsenskandidaten zu finden, der die Unterstützung sowohl der ständigen als auch der nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrats genießt. Weitere Probeabstimmungen sind für die kommenden Tage geplant.
Der Auswahlprozess für das Amt des UN-Generalsekretärs ist seit November 2025 im Gange und hat sich im Laufe der Jahre, insbesondere seit 2016, zu einem transparenteren Verfahren entwickelt. Obwohl der Sicherheitsrat weiterhin eine zentrale Rolle spielt, werden die Kandidaten in öffentlichen Dialogen und „Town-Hall-Diskussionen“ den Fragen der UN-Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft gestellt. Das informelle Verfahren der anonymen Probeabstimmungen („straw polls“) im Sicherheitsrat begann im Juli 2026 und dient dazu, einen Konsens abzuzeichnen, bevor eine formale Abstimmung erfolgt. Bei diesen Abstimmungen muss ein Kandidat neun von 15 Stimmen erhalten und darf kein Veto eines der fünf ständigen Mitglieder (China, Frankreich, Russland, USA, Vereinigtes Königreich) auf sich ziehen.
Aktuell sind sieben Kandidaten offiziell im Rennen, nachdem Chiles ehemalige Präsidentin Michelle Bachelet ihre Kandidatur im September zurückzog. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Tatsache, dass vier der verbleibenden Kandidaten Frauen sind – ein Novum in der 81-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen, da das Amt des Generalsekretärs noch nie von einer Frau besetzt wurde. Traditionell wird bei der Auswahl die regionale Rotation berücksichtigt, und turnusgemäß wäre Lateinamerika an der Reihe. Ein großer Teil des aktuellen Bewerberfeldes stammt aus dieser Region.
Die jüngste fünfte Probeabstimmung zeigte eine führende Kandidatin, Rebeca Grynspan aus Costa Rica, die neun „Ermutigen“-Stimmen, sechs „Entmutigen“-Stimmen und keine „keine Meinung“-Stimmen erhielt. Dies stellte jedoch einen Rückschlag gegenüber der vorherigen Runde am 29. September dar, bei der sie zehn „Ermutigen“-Stimmen verbuchen konnte. Ihre Unterstützung hat somit abgenommen, während der Widerstand gegen ihre Kandidatur zunahm. Die Entscheidung trägt dieses Jahr besondere Bedeutung, da der neue Generalsekretär am 1. Januar 2027 sein Amt antreten soll und die Welt mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist. Auch für unsere Hörer in Hamburg bleibt die Entwicklung an diesem entscheidenden Posten der Weltorganisation von großem Interesse.
Ohne Einigung auf einen Kandidaten könnten sich die Verhandlungen bis weit in den Herbst ziehen, wie es auch bei früheren Wahlen der Fall war. Sollte der Sicherheitsrat sich nicht einigen können, könnten sogar neue Personen in den Auswahlprozess eingebracht werden. Die Rolle des UN-Generalsekretärs ist vielschichtig; er ist Diplomat, Befürworter, Beamter und Geschäftsführer zugleich und fungiert als Symbol für die Ideale der Vereinten Nationen sowie als Sprecher für die Interessen der Völker der Welt. Die Wahl erfordert nicht nur die Zustimmung der Mehrheit der Sicherheitsratsmitglieder, sondern vor allem die Vermeidung eines Vetos durch eines der ständigen fünf Mitglieder, was den Prozess immer wieder zu einer komplexen diplomatischen Aufgabe macht.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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