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Die Besorgnis über eine Ausweitung des Konflikts in der äthiopischen Region Tigray auf das Nachbarland Eritrea wächst, nachdem der Konflikt Ende September 2026 erneut eskaliert ist. Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed hat die diplomatischen Beziehungen zu Eritrea jüngst abgebrochen und wirft Eritrea vor, eine neue Allianz von Oppositionsgruppen, darunter die Tigray People’s Liberation Front (TPLF), finanziell zu unterstützen, während sich seine Gegner neu formieren. Berichten zufolge wurden eritreische Truppen in Teilen Tigrays eingesetzt.
Die Kämpfe, die sich seit dem 23. September 2026 intensiviert haben, wecken Befürchtungen vor einer Rückkehr zum verheerenden Bürgerkrieg von 2020 bis 2022, der Hunderttausende Menschenleben forderte. Lokale Beamte und Bewohner in der äthiopischen Region Tigray haben seit Anfang Oktober die Präsenz eritreischer Soldaten in Uniform und mit schwerer Bewaffnung in Adigrat und auf dem Weg nach Mekelle gemeldet. Sogar Äthiopiens Minister für Innovation und Technologie, Dr. Abraham Belay, bestätigte die Beteiligung eritreischer Streitkräfte an den erneuten Feindseligkeiten. Eritrea bestreitet jedoch, die TPLF zu unterstützen oder an den Kämpfen teilzunehmen.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich rasant verschlechtert. Äthiopien schloss am 1. Oktober 2026 seine Botschaft in Asmara und wies zehn eritreische Diplomaten aus, denen „direkte und indirekte feindselige und kriegerische Handlungen“ sowie eine Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgeworfen wurden. Eritrea reagierte daraufhin mit der Schließung seiner Botschaft in Addis Abeba und dem Abbruch aller diplomatischen Beziehungen. Ein wesentlicher Grund für die Zuspitzung der Spannungen ist Äthiopiens Drängen auf direkten Zugang zum Roten Meer, was Eritrea als existenzielle Bedrohung seiner Souveränität wahrnimmt.
Die TPLF hat sich einer siebenköpfigen Koalition namens „Ethiopian Peoples‘ Forces Alliance for Survival“ (Allianz für das Überleben) angeschlossen, die Ende September 2026 formal angekündigt wurde. Diese Allianz, zu der auch die Amhara Fano National Movement und die Oromo Liberation Army (OLA) gehören, strebt den Sturz der äthiopischen Bundesregierung unter Premierminister Abiy Ahmed und die Einsetzung einer Übergangsregierung an. Die äthiopischen Regierungstruppen und verbündete Milizen konnten zwischenzeitlich die Kontrolle über Mekelle, die Hauptstadt Tigrays, zurückerobern, nachdem die TPLF die Stadt verlassen hatte.
Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen mit großer Sorge. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union haben zur sofortigen Deeskalation und zum Dialog aufgerufen, während die USA davor warnten, dass das Horn von Afrika einen weiteren militärischen Konflikt nicht verkraften könne. Beobachter befürchten eine umfassendere regionale Neuausrichtung, da sich die Präsidenten von Eritrea, Ägypten, Sudan und Somalia am 4. Oktober in Ägypten zu Gesprächen über regionale Sicherheit trafen, was in Addis Abeba Besorgnis über eine breitere regionale Ausrichtung schürt. Die humanitäre Lage ist bereits angespannt, und Berichte über Drohnenangriffe auf Hilfstransporte sowie gestörte Kommunikationsdienste verstärken die Angst der Zivilbevölkerung. Bei RADIO REEPERBAHN Hamburg beobachten wir die Lage weiterhin mit größter Aufmerksamkeit.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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