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Ein 37-jähriger Mann befindet sich nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Hamburger Gastronomen in Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Täter, dessen Festnahme einen monatelangen Ermittlungserfolg markiert, war nach dem Vorfall vor rund acht Monaten in die Türkei geflohen und wurde nun am vergangenen Freitag nach Deutschland abgeschoben. Die Hamburger Mordkommission hat die Ermittlungen wieder aufgenommen.
Das Opfer des Messerangriffs war Mortesa S., der 41-jährige Inhaber des persischen Restaurants „Sepideh“ an der Hammer Straße im Hamburger Stadtteil Marienthal. Mortesa S., der aus Herat in Afghanistan stammte, hinterlässt zwei kleine Kinder. Der tödliche Streit ereignete sich bereits am Abend des 12. Februar dieses Jahres. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Konflikt um Heiratspläne zwischen dem Tatverdächtigen und einer Nichte des Gastronomen der Auslöser gewesen sein. Offenbar hatte die Familie des Opfers die Eheschließung abgelehnt, woraufhin der 37-Jährige sich in seiner Ehre gekränkt fühlte. Dem Angriff sollen bereits im Vorfeld Auseinandersetzungen vorausgegangen sein, bei denen der Verdächtige ein Hausverbot für das Restaurant erhalten und Drohungen ausgesprochen hatte.
Die Tat ereignete sich auf dem Parkplatz hinter dem Restaurant, wo der Streit zwischen Mortesa S. und dem späteren Angreifer eskalierte. Schwer verletzt wurde Mortesa S. von Mitarbeitern noch in die Asklepios-Klinik Wandsbek gebracht, erlag dort jedoch seinen schweren Stichverletzungen. Die Einlieferung ins Krankenhaus führte zu einem Großeinsatz der Hamburger Polizei, da sich zahlreiche Angehörige vor der Klinik versammelten und teilweise versuchten, gewaltsam Zutritt zu erlangen. Über 20 Streifenwagen waren im Einsatz, um die Lage zu sichern.
Nach der Tat floh der 37-jährige Verdächtige in die Türkei. Zielfahnder der Hamburger Polizei spürten ihn dort auf. Im Mai dieses Jahres wurde der Mann von türkischen Behörden aufgrund eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz festgenommen. Gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl der deutschen Justiz vor. Nach seiner Abschiebung am Freitag wurde der 37-Jährige direkt in das Hamburger Untersuchungsgefängnis überführt. Wie RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtete, fand die Beisetzung von Mortesa S. auf dem islamischen Teil des Friedhofs Öjendorf im Hamburger Stadtteil Billstedt statt, an der rund 2500 Menschen teilnahmen, um Abschied zu nehmen. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und den Hintergründen dauern an.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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