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Staatssekretär Jochen Flasbarth wechselt zu einflussreicher Klimastiftung

today6. Oktober 2026 5

Hintergrund
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Der Staatssekretär Jochen Flasbarth, eine prägende Figur der deutschen Umwelt- und Klimapolitik, verlässt das Bundesumweltministerium, wie für RADIO REEPERBAHN Hamburg bekannt wurde. Er wird zukünftig als Chief Executive Officer eine wichtige Position an der Spitze der European Climate Foundation übernehmen und tritt das Amt im Februar 2027 an. Dieser Wechsel markiert einen bedeutenden Schritt für einen der einflussreichsten Klimavertreter der Bundesregierung, der seine langjährige politische Karriere zugunsten einer zivilgesellschaftlichen Aufgabe beendet.

Jochen Flasbarth, der sein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Münster und Bonn absolvierte, blickt auf eine beeindruckende Laufbahn zurück. Er begann seine Karriere im Naturschutz, unter anderem als Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) von 1992 bis 2003, bevor er vier Jahre lang das Umweltbundesamt als Präsident leitete. Seit 2013 war er als Staatssekretär in verschiedenen Bundesministerien tätig, darunter im Bundesumweltministerium und von Dezember 2021 bis Mai 2025 im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bevor er im Mai 2025 wieder ins Umweltministerium zurückkehrte. In dieser Rolle prägte er die deutsche, europäische und internationale Umwelt- und Klimapolitik maßgeblich mit und war unter anderem an der Ausarbeitung des Pariser Abkommens beteiligt. Flasbarth wird das Bundesumweltministerium bereits Anfang November 2026 verlassen; seine Nachfolge tritt Heike Henn an.

Die European Climate Foundation (ECF) ist eine im Jahr 2008 gegründete, unabhängige philanthropische Initiative, die sich dem Kampf gegen die Klimakrise verschrieben hat. Ihr Hauptziel ist es, die Entwicklung einer Netto-Null-Emissionsgesellschaft auf nationaler, europäischer und globaler Ebene zu fördern. Die in Den Haag ansässige Stiftung, die Büros in Brüssel, Berlin, Paris und weiteren europäischen Städten unterhält, wird ausschließlich durch philanthropische Quellen finanziert und vergibt Fördermittel an über 700 Partnerorganisationen, um deren Aktivitäten zur Eindämmung des Klimawandels zu unterstützen. Die ECF verfügt über ein jährliches Budget von 250 Millionen Euro und ist bestrebt, eine sozial verantwortliche Transformation hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft voranzutreiben.

Jochen Flasbarth wird als Nachfolger von Laurence Tubiana die Führung der European Climate Foundation übernehmen. Sein Wechsel aus der Bundesregierung in den zivilgesellschaftlichen Sektor wird als Wendepunkt für den Klimaschutz in Deutschland angesehen. Flasbarth bringt eine Fülle an Erfahrung auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene sowie ein dichtes Kontaktnetzwerk in seine neue Rolle ein. Dies ist besonders relevant, da die ECF aktuell verstärktem Druck von autoritären Regierungen und der fossilen Brennstoffindustrie ausgesetzt ist. Seine Expertise und diplomatischen Fähigkeiten, die ihn oft zu heiklen Missionen führten, werden der Stiftung zugutekommen, um ihre Arbeit zur Förderung des Klimaschutzes fortzusetzen und die europäischen Klimaziele zu unterstützen.

Symbolbild – Foto: Singkham / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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