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Hamburg festigt seine Position als Vorreiter bei der Einführung von Elektrobussen im norddeutschen Raum. Eine aktuelle Untersuchung zur E-Bus-Quote in deutschen Städten bestätigt, dass die Hansestadt im Vergleich zu ihren nördlichen Nachbarn hervorragend abschneidet. Gemeinsam mit Kiel und Lübeck führt Hamburg die Spitzengruppe an, während andere norddeutsche Großstädte in diesem Bereich noch Nachholbedarf zeigen, wie RADIO REEPERBAHN bereits berichtete.
Die Hamburger Hochbahn treibt die Elektrifizierung ihrer Busflotte konsequent voran. Seit dem Jahr 2020 werden ausschließlich lokal emissionsfreie Busse bestellt. Aktuell, Stand Ende 2025, sind bereits über 400 Elektrobusse auf den Straßen Hamburgs unterwegs, was einem Anteil von etwa 39 Prozent der Gesamtflotte von rund 1.100 Fahrzeugen entspricht. Bis zum Jahr 2031 plant die Hochbahn, weitere 240 batterieelektrische Busse anzuschaffen, um den Anteil auf bis zu 60 Prozent zu steigern. Dies unterstreicht Hamburgs Entschlossenheit, den öffentlichen Nahverkehr klimafreundlicher zu gestalten. Gleichzeitig wird die notwendige Ladeinfrastruktur an den Betriebshöfen ausgebaut und seit Anfang 2026 die bestehende Flotte mit konventionellem Antrieb schrittweise auf HVO-Kraftstoffe (Hydrotreated Vegetable Oils) umgestellt.
Auch Kiel und Lübeck zeigen bemerkenswerte Fortschritte in der Umstellung auf Elektromobilität im Nahverkehr. Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) betreibt nach eigenen Angaben aktuell 122 Elektrobusse, was eine Quote von 51 Prozent ihrer Flotte ausmacht. In Lübeck umfassen die Busflotten von Stadtwerke Lübeck Mobil und der Lübecker Verkehrsgesellschaft (LVG) derzeit 86 Elektrobusse bei insgesamt 200 Fahrzeugen. Mit der geplanten Auslieferung von 14 weiteren E-Gelenkbussen in den Jahren 2027 und 2028 soll der Anteil in Lübeck bis 2028 auf über 50 Prozent steigen. Diese Bemühungen positionieren die norddeutschen Städte deutlich vor anderen, wie beispielsweise Rostock, das mit einer Elektrobus-Quote von 12,6 Prozent noch am Anfang steht.
Bundesweit betrachtet, ist die Transformation des Busverkehrs ein „Kraftakt“. Eine neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass derzeit noch fast 80 Prozent der Busse in deutschen Großstädten mit Dieselantrieb fahren. Ende 2025 waren in Deutschland insgesamt 4.752 vollelektrische Busse unterwegs, was etwa 14 Prozent der gesamten Stadtbusflotte entspricht. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 die Hälfte aller Stadtbusse elektrisch fährt, ein Ziel, das mit über 11.000 geplanten E-Bussen bis dahin erreichbar scheint. Allerdings bremsen hohe Investitionskosten für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur sowie das Auslaufen von Bundesförderungen den Fortschritt. Trotz dieser Herausforderungen leisten Elektrobusse einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen, da sie über ihre Lebensdauer erheblich weniger Treibhausgase verursachen und die Luftqualität sowie den Lärmpegel in Städten wie Hamburg spürbar verbessern.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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