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Kiews Brücken nach russischen Drohnenangriffen gesperrt

today2. Oktober 2026 5

Hintergrund
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Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut Ziel massiver russischer Drohnenangriffe geworden, die am Morgen des 2. Oktober zur Sperrung mehrerer wichtiger Brücken über den Fluss Dnipro führten. Besonders betroffen ist die Südbrücke, über die eine U-Bahn-Linie sowie eine entscheidende Straßenverbindung verlaufen und die bereits in den Tagen zuvor mehrfach unter Beschuss stand. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte, dass die Südbrücke für den Verkehr in beide Richtungen vollständig geschlossen wurde. Auch die Paton-Brücke war in beiden Richtungen gesperrt oder zumindest eingeschränkt befahrbar, während die Metro-Brücke auf die rechte Kiewer Uferseite nur eingeschränkt genutzt werden konnte, obwohl für diese beiden Brücken keine direkten Treffer gemeldet wurden. Für unsere Hörer bei RADIO REEPERBAHN Hamburg ist es wichtig, die volle Tragweite dieser Ereignisse zu verstehen.

Die jüngste Angriffswelle war Teil eines umfangreichen russischen Drohnenangriffs, bei dem in der Nacht auf den 2. Oktober über 100 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert wurden, von denen die ukrainische Luftabwehr 88 abfangen oder neutralisieren konnte. Bedauerlicherweise gab es auch direkte Treffer: Ein 25-stöckiges Wohngebäude im Kiewer Stadtteil Darnyzkyj wurde getroffen, wodurch ein Feuer in den oberen Etagen ausbrach, eine Person getötet und mindestens zwei weitere verletzt wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte Fotos der Schäden an der Südbrücke und erwähnte weitere Treffer in anderen Regionen, darunter einen Kindergarten in Cherson und kritische Infrastruktur in Charkiw.

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte Drohnenattacken auf eine für die ukrainische Militärlogistik wichtige Straßen- und Eisenbahnbrücke sowie auf ein Umspannwerk westlich von Kiew. Diese gezielten Angriffe auf die Infrastruktur der Dreimillionenstadt markieren eine Eskalation der russischen Drohnenkampagne, die zunehmend schnellere, strahlgetriebene Drohnen einsetzt, die für die ukrainische Luftverteidigung schwieriger abzufangen sind. Auch ein Schulgebäude im Solomjanskyj-Bezirk wurde am 1. Oktober getroffen, doch glücklicherweise befanden sich Kinder und Lehrer im Schutzraum, sodass niemand verletzt wurde.

Neben den militärischen Entwicklungen verschärfen sich auch die diplomatischen Spannungen zwischen Russland und Ungarn. Russland hat nun ungarische Diplomaten ausgewiesen, nachdem Ungarn zuvor zehn russische Diplomaten des Landes verwiesen hatte. Die ungarische Außenministerin Anita Orbán hatte die Ausweisung der russischen Diplomaten am 8. September mit Aktivitäten begründet, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar seien – ein Euphemismus, der oft für Spionagevorwürfe verwendet wird.

Diese „Auge um Auge“-Maßnahme der russischen Regierung erfolgte als „entschiedener Protest“ gegen den als „unbegründet und offen unfreundlich“ bezeichneten Schritt Budapests. Obwohl Ungarn betonte, kein Interesse an einer Eskalation der diplomatischen Spannungen zu haben, steht die Entscheidung im Kontext einer neuen Ausrichtung der ungarischen Außenpolitik unter dem seit Mai amtierenden Premierminister Péter Magyar, der die Beziehungen zur EU und zur Ukraine verbessern möchte. Ungarn bekräftigte, seine diplomatische Präsenz in Russland aufrechtzuerhalten.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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