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Eine Volkspetition mit dem Titel „Elbwald retten“ hat am 30. September 2026 insgesamt 15.520 Unterschriften bei der Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Carola Veit, eingereicht. Die Initiative wendet sich gegen die geplante Westerweiterung des Hamburger Hafens in Waltershof und setzt sich vehement für den Erhalt der dortigen Bäume am Elbufer ein. Die Petition, deren Übergabe von einem ausführlichen Gespräch begleitet wurde, fordert, Rodungsmaßnahmen vor der parlamentarischen Verhandlung der Petition auszusetzen.
Der Verein „Elbwald retten“ argumentiert, dass der sogenannte Elbwald – eine markante Baumreihe aus Pappeln und Weiden am Bubendey-Ufer in Waltershof – eine entscheidende ökologische Funktion als „grüne Lunge“ im Industriegebiet erfüllt. Er filtere die Luft, absorbiere Lärm und biete Lebensraum für geschützte Tierarten wie Fledermäuse und den Mäusebussard. Ökonomische Gründe sprächen ebenfalls gegen die Hafenerweiterung, da die prognostizierten Containerumschlagzahlen von 2012 für das Jahr 2025 deutlich verfehlt wurden und der Hamburger Hafen mit einer Auslastung von etwa 60 Prozent nicht ausgelastet sei. Stattdessen schlägt der Verein vor, die budgetierten Investitionen in die Modernisierung der Hafenlogistik, den Ausbau der Hafenbahn, die Erneuerung der Köhlbrandquerung und die Digitalisierung zu lenken.
Die geplanten Maßnahmen der Hamburg Port Authority (HPA) und des Terminalbetreibers Eurogate im Waltershofer Hafen umfassen die Erweiterung des Drehkreises für Containerschiffe von 480 auf 600 Meter, die Schaffung von zwei neuen Liegeplätzen entlang einer über einen Kilometer langen Kaimauer sowie die Modernisierung und Erweiterung des Eurogate Container Terminals Hamburg (CTH). Dieses Vorhaben, mit einer öffentlichen Investition von rund 1,1 Milliarden Euro und weiteren mindestens 700 Millionen Euro von Eurogate, zielt darauf ab, den Hafen leistungsfähiger, wettbewerbsfähiger und zukunftsfähig zu gestalten, auch mit Blick auf die Klimaneutralität durch Automatisierung und Elektrifizierung. Die Infrastrukturmaßnahmen der HPA sollen bis Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen sein.
Seit 2021 besteht Baurecht für das Vorhaben, nachdem alle Klagen gegen die Hafenerweiterung abgewiesen wurden, die sich seinerzeit vor allem auf Lärm- und Schadstoffemissionen bezogen. Größere Naturschutzverbände wie NABU und BUND zeigen sich angesichts des bestehenden Baurechts zurückhaltend. Während die Befürworter der Petition vor allem Umwelt- und Wirtschaftsaspekte hervorheben, sehen Kritiker hinter vorgehaltener Hand auch den Erhalt des Elbblicks als ein Motiv der Initiative, die jedoch betont, keine reine Anwohnerinitiative zu sein.
Der Konflikt um den Elbwald am Bubendey-Ufer spiegelt die fortwährende Debatte zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz in der Metropole Hamburg wider. Während die Hafenwirtschaft die Notwendigkeit der Erweiterung für die Zukunftsfähigkeit des größten deutschen Seehafens betont, fordert die Volkspetition einen Kurswechsel zum Schutz der Natur und zur Überprüfung der ökonomischen Notwendigkeit der geplanten Liegeplätze. Unser Sender RADIO REEPERBAHN wird die weitere Entwicklung dieses bedeutenden Themas für Hamburg aufmerksam verfolgen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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