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Die Vereinigten Staaten haben nach über zwei Jahrzehnten ihre militärische Präsenz im Irak beendet. Die letzten US-Soldaten haben das Land am 30. September 2026 verlassen und damit eine Ära abgeschlossen, die von der Invasion im Jahr 2003 bis zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reichte. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den langwierigen Einsatz als „Sumpf“, beanspruchte aber gleichzeitig einen Sieg über den IS. Diese historische Zäsur wird auch von den Menschen in Hamburg aufmerksam verfolgt.
Der Beginn der US-Militärintervention reicht zurück bis zum 19. März 2003, als unter Präsident George W. Bush die „Operation Iraqi Freedom“ gestartet wurde. Ziel war es, den Irak zu entwaffnen und dessen Volk zu befreien, unter der nicht belegten Annahme von Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zur Terrororganisation Al-Qaida. Nach dem raschen Sturz des Regimes von Saddam Hussein im April 2003 und seiner späteren Gefangennahme und Hinrichtung im Jahr 2006 versank der Irak in jahrelangen Aufständen und sektiererischer Gewalt. Eine erste Phase des Truppenabzugs erfolgte 2011 unter Präsident Barack Obama, doch kehrten die US-Kräfte 2014 zurück, um der irakischen Regierung im Kampf gegen den rasant aufsteigenden IS beizustehen, der weite Teile des Landes erobert hatte.
Der Kampf gegen den IS, eine zwölfjährige Kampagne, wurde vom US-Verteidigungsministerium als Erfolg gewertet, da die Terrormiliz als organisierte militärische Bedrohung besiegt wurde. Diese Einschätzung deckt sich mit den Aussagen von US-Präsident Trump, der den Abschluss des Einsatzes als „Sieg für die Vereinigten Staaten“ und „entscheidenden Sieg über ISIS“ feierte. Der vollständige Truppenabzug, dessen Fahrplan bereits 2024 zwischen Washington und Bagdad vereinbart wurde, erfolgte nun planmäßig zum 30. September 2026.
Für den Irak läutet der Abzug eine neue Ära ein. Das Land hat den 30. September als „Tag der Souveränität“ ausgerufen und feiert dies mit einem viertägigen Nationalfeiertag. Iraks Ministerpräsident Mohammed Shia al-Sudani betonte bereits im September 2024, dass die Begründung für die Mission beendet sei und der Irak von einer Kriegsphase in eine Phase der Stabilität übergegangen sei. Doch die Zukunft bleibt herausfordernd: Eine zentrale Aufgabe wird es sein, die mit dem Iran verbündeten Milizen unter staatliche Kontrolle zu bringen, deren Entwaffnung und Eingliederung in die Sicherheitskräfte auf Juni 2027 verschoben wurde.
Experten sehen die Möglichkeit, dass der Iran seinen Einfluss in der Region weiter ausbauen könnte. Zudem besteht das Risiko, dass verbliebene IS-Zellen weiterhin die Stabilität des Landes gefährden. Der über 20-jährige Militäreinsatz hat tiefe Spuren hinterlassen, nicht nur im Irak, wo Kriege, Vertreibung und politische Unruhen das Land prägten, sondern auch für die USA, die dafür über eine Billion Dollar investierten und Tausende von Soldaten verloren haben. Dieser umfassende Rückblick auf das US-Engagement im Irak ist auch Thema in den Nachrichten von RADIO REEPERBAHN Hamburg.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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