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Linken-Abgeordneter Ferat Koçak gibt Sitz im Innenausschuss ab

today1. Oktober 2026 4

Hintergrund
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Der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak von der Linkspartei hat seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags niedergelegt. Mit diesem Schritt zieht Koçak die Konsequenzen aus einer öffentlichen Debatte, die wegen seiner Nähe zu mutmaßlichen Angehörigen krimineller Clanstrukturen entstanden war. Der Berliner Politiker räumte Fehler im Umgang mit der Familie eines Clanchefs, dem Remmo-Clan, ein und möchte die parlamentarische Arbeit seiner Kollegen nicht zusätzlich belasten. Dies gab er am Mittwochnachmittag über die Plattform X bekannt, wie RADIO REEPERBAHN Hamburg in seiner Berichterstattung verfolgte.

Die Kritik an Ferat Koçak hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt, nachdem Firas Remmo, der Sohn des Clanchefs Issa Remmo, Bildschirmfotos eines privaten Chats mit dem Abgeordneten auf Instagram veröffentlicht hatte. Den Aufnahmen zufolge hatte Koçak „Grüße mit Respekt“ an Issa Remmo ausgerichtet und Firas Remmo gebeten, ein Video einer Bundestagsrede zu verbreiten. In dieser Rede hatte Koçak den Begriff „Clankriminalität“ kritisiert. Koçak entschuldigte sich daraufhin und erklärte, er sei „naiv und mit der Situation überfordert“ gewesen. Er habe die Tragweite seiner Kontakte nicht sofort erkannt und erst später erfahren, mit wem er es tatsächlich zu tun hatte.

Die Debatte um Koçaks Kontakte erhielt zusätzlich Nahrung, als bekannt wurde, dass Issa Remmo persönlich eine Wahlparty der Linken in Neukölln besucht hatte. Die Parteiführung distanzierte sich umgehend von diesem Auftritt und erklärte, Remmo sei nicht eingeladen gewesen und habe die Feier nach kurzer Zeit verlassen müssen. Innerhalb der Linkspartei selbst kam es zu scharfer Kritik an Koçaks Verhalten. Unter anderem äußerte die langjährige Linken-Politikerin Petra Pau ihr Missfallen und forderte Konsequenzen.

Koçak betonte in seiner Stellungnahme, er sei „weder kriminell, noch unterstütze ich organisierte Kriminalität“. Er habe den Remmos weder Vorteile gewährt noch von ihnen erhalten. Seine Handlungen seien seinem „Selbstverständnis nicht gerecht geworden“, weshalb er die Verantwortung für sein Fehlverhalten übernehme. Die arabischstämmige Remmo-Großfamilie ist in Berlin seit Jahren für ihre Verwicklung in organisierte Kriminalität bekannt, wobei die Polizei einen Teil der Familie dem kriminellen Clanmilieu zuordnet.

Die Entscheidung des Bundestagsabgeordneten ist auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage in Berlin zu sehen, wo die Linke in Sondierungsgesprächen für eine mögliche rot-grün-rote Landesregierung steht. Die Affäre hatte die Partei zusätzlich unter Druck gesetzt und Fragen zur Regierungsfähigkeit aufgeworfen. Mit seinem Rücktritt aus dem Innenausschuss möchte Koçak nun sicherstellen, dass die wichtige parlamentarische Arbeit unbeeinflusst von der Diskussion um seine Person fortgesetzt werden kann.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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