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Ägypten: Redaktion von Faktencheck-Plattform festgenommen

today1. Oktober 2026 5

Hintergrund
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Die ägyptischen Behörden haben die gesamte Redaktion der Faktencheck-Plattform „Matsada2sh“ festgenommen. Seit Montag, dem 28. September, wurden sechs Investigativjournalisten in Haft genommen, darunter Mohamed Mahmoud, Omar Hilal, Mohamed Ashraf Abu Emeira, Abdallah Qadry, Islam Barakat und Mohamed Adel. Zwei der Journalisten wurden auf offener Straße festgesetzt, während die anderen vier bei Razzien in ihren Wohnungen in Kairo, Gharbia und Port Said verhaftet wurden. Gründe und genauer Ort der Haft sind bislang unbekannt, wie die Plattform „Matsada2sh“ selbst und führende Menschenrechtsorganisationen bestätigen. Die Redaktion von RADIO REEPERBAHN Hamburg verfolgt die Entwicklungen mit großer Sorge.

Die Festnahmen ereigneten sich zwischen Montag, dem 28. September, und Dienstag, dem 29. September. Laut Berichten wurden bei den Hausdurchsuchungen auch Telefone und Laptops der Journalisten beschlagnahmt, wobei in einigen Fällen Sachschaden entstand. Die Ägyptische Initiative für Persönlichkeitsrechte (EIPR) hat die Verhaftungen scharf verurteilt und die rechtliche Vertretung für die inhaftierten Journalisten übernommen. Die Plattform „Matsada2sh“ selbst bezeichnete die Ereignisse als eine „beispiellose Entwicklung“, die ernsthafte Fragen über die Maßnahmen gegen eine ganze Nachrichtenredaktion aufwirft.

„Matsada2sh“, was auf Arabisch „Glaub es nicht“ bedeutet, ist seit 2018 aktiv und hat sich auf die Verifizierung von Nachrichten und die Aufdeckung von Falschinformationen spezialisiert. Die Plattform hat sich einen Namen damit gemacht, offizielle Erklärungen und Regierungsaussagen kritisch zu hinterfragen und Korruption zu untersuchen. Es ist nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Plattform ins Visier genommen werden; bereits im August 2023 wurde ein Redakteur für 48 Stunden inhaftiert, bevor er wieder freigelassen wurde.

Diese jüngste Verhaftungswelle wird von internationalen Beobachtern als eine alarmierende Eskalation im Vorgehen Ägyptens gegen den unabhängigen Journalismus und die Meinungsfreiheit gewertet. Das Land steht seit langem in der Kritik für seine restriktive Pressepolitik und die hohe Anzahl inhaftierter Medienschaffender. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) und Reporter ohne Grenzen zählt Ägypten zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten weltweit und rangierte 2024 auf Platz 170 von 180 Ländern im Pressefreiheitsindex. Die EIPR schätzt die Gesamtzahl der in Ägypten inhaftierten Journalisten, die aufgrund ihrer Arbeit festgehalten werden, auf 26.

Menschenrechtsorganisationen berichten von einem systematischen Vorgehen der ägyptischen Regierung, um die öffentliche Meinungsbildung zu kontrollieren und jegliche Form von Dissens zu unterdrücken. Häufig werden Vorwürfe wie „Verbreitung falscher Nachrichten“ oder „Missbrauch sozialer Medien“ herangezogen, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Die internationale Gemeinschaft, darunter auch die in Hamburg ansässigen Medienbeobachter, fordert die sofortige Freilassung der Journalisten von „Matsada2sh“ und ein Ende der Repression gegen unabhängige Medien in Ägypten.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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