Hamburg Update

Termin für Schlussplädoyers im Block-Prozess steht fest

today29. September 2026 6

Hintergrund
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Im aufsehenerregenden Block-Prozess in Hamburg steht der Termin für die Schlussplädoyers fest: Sie sollen in spätestens einem Monat beginnen. Dies gab die Vorsitzende Richterin am Dienstag bekannt und skizzierte damit den weiteren Fahrplan in diesem komplexen Verfahren. Der Prozess, der bereits seit Juli 2025 vor dem Landgericht Hamburg verhandelt wird, nähert sich damit seinem Ende.

Der Kern des sogenannten Block-Prozesses dreht sich um die Vorwürfe einer mutmaßlichen Kindesentführung. Die 53-jährige Hamburger Unternehmerin Christina Block, Tochter des Block House Gründers Eugen Block, ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre damals zehnjährigen und 13-jährigen Kinder vom Wohnort ihres Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Kinder wurden in der Silvesternacht 2023/24 nach Deutschland gebracht, nachdem sie von ihrem Vater getrennt wurden. Vorausgegangen war ein jahrelanger, erbitterter Sorgerechtsstreit zwischen Christina Block und ihrem Ex-Mann Stephan Hensel. Christina Block bestreitet die Tat in der Silvesternacht 2023/24.

Insgesamt sind sieben Personen in dem Fall angeklagt, darunter auch Christina Blocks Lebensgefährte Gerhard Delling und ihr langjähriger Anwalt Andreas Costard, sowie ihre Cousine Uta B. und deren Ehemann. Bislang hat lediglich ein 37-jähriger Israeli, der an der Entführung beteiligt gewesen sein soll, die Vorwürfe gegen sich eingeräumt. Andere Angeklagte, wie Christina Block, beteuern weiterhin ihre Unschuld. Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt gab zudem jüngst einer mitangeklagten Verwandten von Christina Block den vorsorglichen Hinweis, dass neben Beihilfe auch eine Verurteilung als Mittäterin bei Freiheitsberaubung in Betracht kommen könnte. Dieser Hinweis sorgte bei Christina Blocks Verteidiger, Ingo Bott, für Gesprächsstoff und die Befürchtung eines möglicherweise besonders harten Urteils im Falle eines Schuldspruchs.

Vor den nun anstehenden Schlussplädoyers beschäftigt sich das Landgericht in Hamburg noch mit zahlreichen Anträgen, darunter 100 Blatt Papier, die von der Verteidigung der Angeklagten Christina Block eingereicht wurden. Auch weitere Zeugen sollen noch gehört werden, um Angaben zu persönlichen und beruflichen Verhältnissen der Angeklagten zu erhalten. Die Vorsitzende Richterin erwägt zudem, eine Frist von etwa drei bis vier Wochen für das Stellen weiterer Beweisanträge zu setzen, bevor die Plädoyers beginnen. Ein Prozessbeteiligter kündigte für die kommenden Verhandlungstage am Mittwoch und Donnerstag eine ergänzende Einlassung an, was die letzten Stunden der Beweisaufnahme bestimmen wird.

RADIO REEPERBAHN berichtet weiter über diesen aufsehenerregenden Fall. Mit dem Beginn der Schlussplädoyers in spätestens einem Monat tritt der Block-Prozess in eine entscheidende Phase ein. Es wird erwartet, dass die Urteilsfindung nach Monaten intensiver Verhandlungen das große öffentliche Interesse in Hamburg und darüber hinaus weiterhin fesseln wird.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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