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Papst Leo XIV. hat zum Abschluss seiner viertägigen Frankreich-Reise am 28. September 2026 in Metz eindringliche Worte an Europa gerichtet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche kritisierte dabei europäische Abschottungstendenzen scharf und rief den Kontinent dazu auf, an Völkerrecht, Dialog und Multilateralismus festzuhalten. In seiner Rede, die sich den „Wurzeln Europas für Frieden und Einheit“ widmete, äußerte er zudem Kritik an „imperialen Machthabern“ und „barbarischen“ zwischenmenschlichen und zwischenstaatlichen Beziehungen. Diese Äußerungen wurden weithin als deutliche Mahnung an US-Präsident Donald Trump interpretiert.
Der Papst wählte die lothringische Stadt Metz bewusst als letzte Station seiner Frankreichreise, da sie eng mit Robert Schuman, einem der Gründerväter der Europäischen Union, verbunden ist. Im Kongresszentrum „Robert Schuman“ betonte Leo XIV., Europa sei vor allem eine kulturelle und historische Realität, die durch Tradition, Begegnung und Offenheit entstanden sei. Er würdigte Schumans Vision, „alte Bruchlinien in Brücken der Hoffnung für ganz Europa zu verwandeln“. Zudem erinnerte der Papst in einem interreligiösen Treffen daran, dass Dialog die eigene Identität nicht schmälere und forderte eine „Entwaffnung der Worte und Herzen“ zur Förderung des Friedens.
Die scharfe Kritik des Papstes an einer zunehmenden „Verrohung“ der Beziehungen zwischen Menschen und Staaten, in der das gegebene Wort missachtet und Lügen sowie Täuschung gepriesen würden, ist nicht die erste direkte Konfrontation mit US-Präsident Donald Trump. Bereits im April 2026 hatte der Papst auf einer Afrikareise mit den Worten „Genug vom Götzendienst an sich selbst und am Geld! Schluss mit der Machtdemonstration! Genug des Krieges!“ eine klare Position bezogen, was Trump offensichtlich verärgerte. Die Beziehung zwischen dem ersten amerikanischen Papst und dem US-Präsidenten gilt seit längerem als angespannt, insbesondere seit Leo XIV. Trumps Migrationspolitik als „unmenschlich“ bezeichnete und „Diplomatie auf Grundlage von Gewalt“ anprangerte. Trump reagierte daraufhin mit persönlichen Angriffen und nannte den Papst in außenpolitischen Fragen „schrecklich“.
Leos Worte treffen Europa in einer Zeit wachsender geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Herausforderungen. Der Kontinent sieht sich dem Druck ausgesetzt, zwischen den Machtblöcken der USA unter Trump und China seine eigene strategische Autonomie zu behaupten. Gleichzeitig sind innerhalb Europas selbst Abschottungstendenzen und Protektionismus zu beobachten, die die Globalisierung bremsen und verändern. Der Papst warnte in seiner Rede zudem vor der „Illusion der Wiederaufrüstung“, auch angesichts europäischer Pläne, bis 2030 rund 800 Milliarden Euro für Verteidigung auszugeben. Er forderte dazu auf, kreative Anstrengungen für den Weltfrieden zu unternehmen, statt sich lediglich auf kommende Kriege vorzubereiten.
Papst Leo XIV. appellierte an die Jugend Europas, sich von den aktuellen Krisen und Konflikten nicht entmutigen zu lassen und die Mission der Friedenstiftung verantwortungsbewusst zu erfüllen. Sein Ruf nach einer Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln und Werte wie Menschenwürde, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit ist ein starkes Signal für ein geeintes und friedliches Europa. Gerade hier in Hamburg, wo die internationale Verbundenheit stets großgeschrieben wird, verfolgen wir bei RADIO REEPERBAHN diese Entwicklungen aufmerksam, denn die Botschaft des Papstes überwindet die Grenzen der Konfessionen und appelliert an grundlegende humanitäre Prinzipien in einer zunehmend komplexen Welt.
Symbolbild – Foto: Pavel Danilyuk / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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