Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Das geplante neue Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) in Hamburg-Bahrenfeld entwickelt sich zu einem massiven finanziellen und zeitlichen Desaster. Die Kosten für das Recyclingzentrum, ein Schlüsselprojekt für die Hamburger Wärmewende, sind erheblich explodiert und belaufen sich mittlerweile auf geschätzte 780 Millionen Euro, was einer Steigerung von 330 Prozent gegenüber den ursprünglich veranschlagten 234 Millionen Euro entspricht. Darüber hinaus verzögert sich die Fertigstellung, die ursprünglich für 2025 geplant war, voraussichtlich auf frühestens 2029 oder 2030. Brisant ist hierbei, dass bereits im Jahr 2023 Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Raum standen und Bürgermeister Tschentscher darüber informiert gewesen sein könnte.
Das sogenannte ZRE an der Schnackenburgallee, nahe des Altonaer Volksparks, soll zukünftig Rest- und Gewerbemüll aus Hamburg und dem Umland sortieren, Wertstoffe für das Recycling gewinnen und aus dem verbleibenden Abfall Strom und Fernwärme erzeugen. Es ist als wichtiger Baustein für Hamburgs Wärmewende konzipiert und sollte das Kohlekraftwerk Wedel ersetzen, dessen Abschaltung für 2027 vorgesehen ist. Die dramatische Kostenentwicklung, die von anfänglichen 234 Millionen Euro über 534 Millionen Euro bis zu den nun prognostizierten 780 Millionen Euro reichte, sorgt in der Hansestadt für erheblichen Unmut. Die Möglichkeit weiterer Finanzierungsbedarfe kann nicht ausgeschlossen werden.
Als Hauptgründe für die Kostenexplosion und die erhebliche Verzögerung werden Mängel in der Projektplanung und -überwachung sowie im Risikomanagement genannt. Dazu zählen unvollständig kalkulierte Personal- und Projektkosten, zusätzliche Bauarbeiten, Mengenerhöhungen sowie Bauzeitverzögerungen und weitere Baustellenkosten. Die neue Geschäftsführung der Stadtreinigung Hamburg unter Daniela Enslein, die seit Januar 2026 im Amt ist, hatte eine externe Projektüberprüfung in Auftrag gegeben, die das ganze Ausmaß des Desasters offenlegte.
Besondere Kritik entzündet sich an der Informationspolitik rund um das Projekt. Wirtschaftsprüfer von Deloitte stellten Mängel fest. Dem Aufsichtsrat der Stadtreinigung Hamburg sei noch bis Ende des Jahres 2025 von den damals verantwortlichen Managern mitgeteilt worden, dass alles nach Plan laufe, obwohl die Lage tatsächlich anders war. Die Opposition, unter anderem die CDU-Fraktion, spricht von einem „Kontrolldefizit“ und vermutet, dass Probleme vor 2026 „vertuscht“ wurden. Die Hamburger FDP forderte Bürgermeister Peter Tschentscher im Juli 2026 auf, seine Richtlinienkompetenz wahrzunehmen und die Aufarbeitung zur Chefsache zu machen, da ein öffentliches Vorhaben dieser Größenordnung keine interne Angelegenheit mehr sei.
Die Stadt Hamburg prüft nun rechtliche Schritte gegen das frühere Management der Stadtreinigung, darunter den langjährigen Geschäftsführer Rüdiger Siechau, der Ende 2025 in den Ruhestand ging. Umweltsenatorin Katharina Fegebank kündigte zudem an, nicht nur juristische Schritte zu prüfen, sondern auch die Besetzung städtischer Aufsichtsräte grundlegend zu überdenken. RADIO REEPERBAHN wird die weitere Entwicklung dieses weitreichenden Themas für Hamburg genau verfolgen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG