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Außenminister Johann Wadephul hat sich in New York mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen

today29. September 2026 6

Hintergrund
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Für die Hörer von RADIO REEPERBAHN Hamburg und alle Interessierten an der Weltpolitik: Am 26. September 2026 traf Bundesaußenminister Johann Wadephul am Rande der UN-Generaldebatte in New York seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Das Gespräch, das auf Initiative der deutschen Seite stattfand und das erste direkte Treffen auf dieser Ebene seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Jahr 2022 darstellte, brachte außenpolitisch keine großen Fortschritte. Lawrow selbst äußerte sich im Anschluss geringschätzig über die Zusammenkunft, während Wadephul betonte, vorerst keinen russischen Friedenswillen zu sehen.

Bundesaußenminister Wadephul, der sein Amt am 6. Mai 2025 angetreten hat, hatte das Gespräch bewusst gesucht, um die Verhandlungen nicht allein den USA zu überlassen und europäische Interessen zu verfolgen. Er erklärte, die diplomatische Funkstille nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sei zwar zunächst richtig gewesen, doch sei nun der Zeitpunkt gekommen, um wieder direkt miteinander zu sprechen. Dabei stellte Wadephul klar, dass er mit Lawrow nicht über die Zukunft der Ukraine gesprochen habe, da diese Frage von den Ukrainern selbst entschieden werden müsse. Deutschland werde die Ukraine weiterhin umfassend unterstützen und wirtschaftlichen Druck auf Russland ausüben.

Die grundlegenden Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Seiten wurden im zwanzigminütigen Gespräch deutlich. Während Wadephul Moskau aufforderte, den gefährlichen Eskalationskurs gegenüber Deutschland, Europa und der NATO zu verlassen und Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen, warf Lawrow den europäischen Staaten vor, Kriegstreiberei zu betreiben und Friedensverhandlungen für die Ukraine zu vereiteln. Der russische Außenminister bekräftigte, dass Russland seinen Krieg gegen die Ukraine fortsetzen werde, um seine militärischen Ziele zu erreichen und die Sicherheit Russlands wiederherzustellen.

Das Treffen fand inmitten der 81. UN-Generaldebatte statt, die am 22. September 2026 in New York begann und bei der die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten zentrale Themen waren. Für Deutschland vertrat Außenminister Wadephul die Bundesrepublik, da Bundeskanzler Merz seine Teilnahme abgesagt hatte. Die deutsch-russischen Beziehungen sind seit der Annexion der Krim 2014 und insbesondere seit dem vollständigen Angriffskrieg 2022 stark angespannt. Vorfälle wie der versuchte Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle, den die Bundesregierung Russland zuschreibt, haben das bilaterale Verhältnis weiter belastet, ohne jedoch die Entschlossenheit Deutschlands zur Unterstützung Kiews zu erschüttern.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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