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Südkorea wirft Ukraine Verstoß bei Kriegsgefangenen vor

today28. September 2026

Hintergrund
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Südkorea hat scharfe Kritik an der Ukraine geäußert und wirft Kiew vor, eine vertrauliche Vereinbarung gebrochen zu haben. Anlass ist die öffentliche Bestätigung durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dass zwei nordkoreanische Kriegsgefangene an Südkorea überstellt wurden. Seoul äußerte sein „starkes Bedauern“ über die Enthüllung, die am Mittwoch, den 24. September 2026, während Selenskyjs Rede vor der UN-Generalversammlung in New York erfolgte. Südkoreas Regierung fordert von der Ukraine eine Erklärung sowie eine Entschuldigung und sieht das Vertrauen zwischen den beiden Nationen ernsthaft beschädigt. Bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg verfolgen wir diese diplomatische Auseinandersetzung mit großem Interesse.

Die beiden nordkoreanischen Soldaten waren im Januar 2025 von ukrainischen Streitkräften in der russischen Grenzregion Kursk gefangen genommen worden, wo sie aufseiten Russlands kämpften. Sie gehören zu geschätzten 14.000 bis 15.000 nordkoreanischen Soldaten, die seit 2024 von Pjöngjang zur Unterstützung Russlands in den Krieg geschickt wurden. Berichten zufolge versuchte einer der Gefangenen bei seiner Festnahme, sich das Leben zu nehmen. Beide Soldaten hatten jedoch den Wunsch geäußert, nach Südkorea überzusiedeln, was nach der südkoreanischen Verfassung auch für nordkoreanische Staatsbürger eine Option darstellt.

Die südkoreanische Regierung hatte sich wiederholt und über verschiedene diplomatische Kanäle bei Kiew für die Überstellung der Soldaten eingesetzt. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung betonte, die Rückführung nordkoreanischer Gefangener sei ein „äußerst sensibles Thema“ mit erheblichen Auswirkungen auf die Diplomatie, die nationale Sicherheit und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel. Aus Rücksicht auf die Sicherheit der Soldaten und ihrer Familien, die in Nordkorea Repressionen befürchten müssten, habe man sich mit der Ukraine auf eine vertrauliche Behandlung der Angelegenheit verständigt. Das südkoreanische Außenministerium bestellte den ukrainischen Geschäftsträger in Seoul ein, um den Protest zu bekräftigen.

Die Ukraine hingegen bestreitet die Existenz einer umfassenden Geheimhaltungsvereinbarung, die auch die Tatsache der Überstellung selbst umfasst hätte. Ein Vertreter des ukrainischen Präsidialamtes erklärte, Seoul sei im Vorfeld darüber informiert worden, dass Präsident Selenskyj die Überstellung in seiner UN-Rede erwähnen könnte. Kiew habe lediglich die bloße Tatsache bekannt gegeben, ohne Details zum „Wie“ oder „Wann“ der Operation preiszugeben. Man halte es zudem für „seltsam“, eine solche Überstellung komplett geheim zu halten, insbesondere da südkoreanische Behörden die Übergabe nach direkten Gesprächen bestätigt hätten. Die Meinungsverschiedenheit dreht sich demnach darum, was genau vertraulich bleiben sollte: Südkorea wollte die Überstellung ins Land nicht bekannt geben, während die Ukraine der Verschweigung der reinen Tatsache der Überstellung nicht zugestimmt haben will.

Die derzeitige Situation birgt das Risiko, die bilateralen Beziehungen zwischen Seoul und Kiew zu belasten. Während Südkorea auf der Einhaltung diplomatischer Vertraulichkeit pocht und eine offizielle Entschuldigung fordert, beharrt die Ukraine auf ihrer Darstellung. Die Hintergründe dieser Auseinandersetzung, die auch die komplexen Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea sowie die Rolle Nordkoreas im Ukraine-Krieg beleuchtet, werden in den kommenden Tagen sicherlich weiterhin im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit stehen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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