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In Hamburg-Klein Flottbek wurde dieser Tage der Spatenstich für ein wegweisendes neues Gewächshaus gesetzt. Das Projekt, über das RADIO REEPERBAHN bereits berichtete, markiert einen wichtigen Schritt für die botanische Vielfalt der Hansestadt. Das Gebäude wird zunächst als Übergangsquartier dienen und die wertvollen exotischen Pflanzen aus den Schaugewächshäusern in Planten un Blomen beherbergen, während diese einer umfassenden Sanierung unterzogen werden. Damit wird eine sichere Heimstätte für rund 3.000 teils seltene Gewächse geschaffen, bevor sie nach Abschluss der Bauarbeiten in ihre ursprünglichen Anlagen zurückkehren oder dauerhaft im Botanischen Garten ein neues Zuhause finden.
Die Notwendigkeit der Sanierung in Planten un Blomen ist seit Langem bekannt. Die dortigen Schaugewächshäuser, die 1963 zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) eröffnet wurden, stehen unter Denkmalschutz und sind nach über 60 Jahren dringend sanierungsbedürftig. Sie waren aufgrund baulicher Mängel und veralteter Technik, darunter Probleme mit Fenstern, Lüftung, Heizung und Luftbefeuchtung, bereits seit 2019 für die Öffentlichkeit geschlossen. Diese ikonischen Gebäude, entworfen von Architekt Bernhard Hermkes, waren über Jahrzehnte ein Publikumsmagnet und ermöglichten Besuchern einen Einblick in verschiedene Klima- und Vegetationszonen der Erde.
Das neue Gewächshaus im Botanischen Garten Hamburg, auch bekannt als Loki-Schmidt-Garten, wird voraussichtlich bis zum Sommer 2028 fertiggestellt sein und kostet rund 15 Millionen Euro. Bei dem offiziellen Spatenstich waren Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Hauke Heekeren, und der Direktor des Botanischen Gartens Hamburg, Prof. Dr. Dominik Begerow, anwesend. Nach seiner Funktion als Interimslösung wird das neue Gebäude selbst zu einem öffentlich zugänglichen Schaugewächshaus weiterentwickelt und soll in verschiedenen Klimazonen die Vielfalt tropischer und subtropischer Pflanzenwelten präsentieren.
Der Umzug der empfindlichen Pflanzen, darunter ein fast 40 Jahre alter Kakaobaum und ein über 300 Jahre alter Baumfarn, ist eine logistische Herausforderung und soll im Sommer 2026 beginnen. Besonders hervorzuheben ist die Wollemie, ein extrem seltenes, kiefernartiges Gewächs, dessen Umzug mit größter Sorgfalt geplant wird. Die Sanierung der Planten un Blomen Gewächshäuser selbst ist von Herbst 2026 bis Ende 2029 geplant und beläuft sich auf 48 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition für beide Projekte in Hamburg wird auf bis zu 61 Millionen Euro geschätzt und wird von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Universität Hamburg und Bundesmitteln getragen.
Dieser weitreichende Schritt sichert nicht nur den Erhalt unschätzbarer botanischer Schätze, sondern schafft auch neue Möglichkeiten für Forschung und die Wissensvermittlung über Biodiversität und Klimaanpassung für die breite Bevölkerung in Hamburg. Es ist ein klares Bekenntnis zum wissenschaftlichen und kulturellen Erbe der Stadt und ermöglicht, dass botanische Vielfalt auch zukünftig für alle Generationen erlebbar gemacht wird.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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