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Personalmangel in den Hamburger Bezirksämtern führt dazu, dass die Hansestadt ihre gesteckten Ziele bei den Lebensmittelkontrollen in diesem Jahr voraussichtlich deutlich verfehlen wird. Dies geht aus einer Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor. Die gravierende Unterbesetzung hat weitreichende Konsequenzen für die Überwachung der Lebensmittelsicherheit in der gesamten Stadt.
Die Auswirkungen des Personalmangels sind in Hamburg bereits spürbar. Besonders betroffen sind bevölkerungsreiche und gastronomisch dichte Bezirke wie Altona und Hamburg-Mitte, zu dem auch die Reeperbahn gehört. Hier fiel im Jahr 2025 fast jede zweite geplante Lebensmittelkontrolle aus. Während in Altona nur 51,7 Prozent der vorgesehenen Routinekontrollen durchgeführt werden konnten, lag die Quote in Hamburg-Mitte sogar bei nur 49,6 Prozent. Hamburgweit erreichte die Kontrollquote lediglich 69,7 Prozent, was bedeutet, dass rund ein Drittel der Kontrollen nicht stattfinden konnte. Die zuständigen Lebensmittelkontrolleure schlagen Alarm und sprechen von einer chronischen Überlastung, die es ihnen unmöglich macht, ihre Aufgaben vollumfänglich zu erfüllen.
Ein wesentlicher Grund für den akuten Personalmangel sind die vergleichsweise schlechteren Konditionen für Lebensmittelkontrolleure in Hamburg im Vergleich zu umliegenden Gemeinden oder anderen Bundesländern. Das Einstiegsgehalt in Hamburg liegt bis zu 500 Euro unter dem in benachbarten Kommunen, und auch in höheren Gehaltsstufen sind die Unterschiede erheblich, so die Komba Gewerkschaft Hamburg. Zudem sei die Eingruppierung der Kontrolleure im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) seit über 40 Jahren nicht angepasst worden, was aus Expertensicht nicht mehr zeitgemäß ist. Auch der allgemeine Fachkräftemangel und knappe kommunale Kassen tragen zu der angespannten Personalsituation bei.
Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch warnte bereits vor Jahren vor den Folgen eines solchen Personalmangels für den Verbraucherschutz. Eine Reform der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Rahmen-Überwachung“ aus dem Jahr 2021 hat die Zahl der vorgeschriebenen Regelkontrollen bereits um 40 Prozent gesenkt, doch selbst diese reduzierten Vorgaben können vielerorts nicht eingehalten werden. Maik Maschke, der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure (BVLK), erklärte, dass bundesweit nur etwa die Hälfte der geplanten Kontrollen durchgeführt werden könne, weshalb man sich auf Bereiche mit besonders hohem Risiko konzentriere. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Hamburg betont die Wichtigkeit regelmäßiger Kontrollen für die Sicherheit von Gästen und Gastronomen.
Die Politik ist sich der Problematik bewusst. Neben der Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hat auch die FDP-Fraktion in Altona eine Stärkung der Lebensmittelüberwachung beantragt, die einstimmig von der Bezirksversammlung befürwortet wurde. Während in New York eine „Hygiene-Note“ an Restaurants ausgehängt werden muss, setzt Hamburg weiterhin auf ein freiwilliges Hygienelabel für Betriebe mit guten Kontrollergebnissen und die Stärkung der Kontrollen selbst. RADIO REEPERBAHN wird die weitere Entwicklung dieser wichtigen Debatte um die Lebensmittelsicherheit in Hamburg aufmerksam verfolgen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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