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NRW-Ministerpräsident Wüst trifft Präsident Erdogan in der Türkei

today28. September 2026 2

Hintergrund
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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst wurde bei einem Besuch in Ankara von Präsident Recep Tayyip Erdoğan empfangen. Wüst, der als möglicher Kanzler Merz-Nachfolger gehandelt wird, ist der erste NRW-Regierungschef, der in der Türkei empfangen wird, und nutzte die Gelegenheit für einen Auftritt auf der großen internationalen Bühne. Dieser ungewöhnliche Empfang unterstreicht die besondere Bedeutung der Reise, da regionale Regierungschefs normalerweise nicht von Staatsoberhäuptern der jeweiligen Größe und Wichtigkeit empfangen werden.

Die dreitägige Reise Wüsts in die Türkei, die ihn auch nach Istanbul führen wird, dient mehreren wichtigen Anlässen. Sie markiert den 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens, das die Zuwanderung hunderttausender türkischer Arbeitskräfte nach Deutschland einleitete, sowie das 80-jährige Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen. Begleitet wird Wüst von einer hochkarätigen Wirtschaftsdelegation und über 30 Journalisten, was das Gewicht dieses Besuchs zusätzlich betont. Bei den Gesprächen in Ankara stehen die engen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei, die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie aktuelle politische Fragen im Vordergrund.

Wüst sprach sich zu Beginn seiner Reise für das Aufschlagen eines „neuen Kapitels“ in den deutsch-türkischen Beziehungen aus und plädierte für eine Reform der EU-Türkei-Zollunion, die aus Sicht Nordrhein-Westfalens überfällig sei und eine große Chance biete. Er thematisierte zudem die Schwierigkeiten türkischer Geschäftsleute bei der Beantragung deutscher Visa, die auch für die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens einen Nachteil darstellten. Die Verbindungen zwischen NRW und der Türkei sind vielschichtig: Rund 1,5 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln leben im bevölkerungsreichsten Bundesland, was etwa einem Drittel aller Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland entspricht. Das jährliche Handelsvolumen zwischen NRW und der Türkei liegt bei zehn bis zwölf Milliarden Euro und macht rund 20 Prozent des gesamten deutsch-türkischen Handelsvolumens aus.

Nach den politischen Gesprächen in Ankara wird Ministerpräsident Wüst nach Istanbul weiterreisen, wo er an einer Wirtschaftskonferenz teilnimmt und einen Preis für Toleranz und Versöhnung zwischen den Kulturen an den ehemaligen Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Ilkay Gündogan, verleihen wird. Obwohl Wüst als möglicher Nachfolger von Bundeskanzler Friedrich Merz gehandelt wird, betonte er am Abend vor seiner Abreise im ZDF erneut seinen Wunsch, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zu bleiben. Dennoch lassen seine Formulierungen, wie „so lange, wie es geht“, Raum für Spekulationen über seine zukünftigen Ambitionen in der Bundespolitik. Das Team von RADIO REEPERBAHN Hamburg wird die weiteren Entwicklungen dieser wichtigen Reise aufmerksam verfolgen, die auch für die vielen Menschen mit türkischen Wurzeln in einer Stadt wie Hamburg von großem Interesse ist.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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