Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
In Israel hat der Zentrale Wahlausschuss im September 2026 beschlossen, mehrere arabische Parteien und Kandidaten von der Teilnahme an den kommenden Parlamentswahlen am 27. Oktober 2026 auszuschließen. Betroffen von der Entscheidung sind die beiden wichtigsten arabisch dominierten politischen Bündnisse, Ra’am (Vereinigte Arabische Liste) und die Vereinte Liste, die sich aus Hadash, Ta’al und Balad zusammensetzt. Auch die Kandidaturen des Hadash-Abgeordneten Ofer Cassif und des Balad-Vorsitzenden Sami Abou Shahadeh wurden abgelehnt. Über diesen Ausschluss muss diese Woche der Oberste Gerichtshof entscheiden, dessen Rolle nun im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
Die Ausschlüsse, die auf Anträge der rechten Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu und der Partei Otzma Yehudit erfolgten, begründen sich auf Vorwürfe der Leugnung Israels Existenz als jüdischer und demokratischer Staat, der Unterstützung des bewaffneten Kampfes gegen Israel sowie der Aufwiegelung zu Rassismus. Insbesondere Sami Abou Shahadeh wird ein Artikel vom 8. Oktober 2023 zur Last gelegt, der nach den Hamas-Angriffen verfasst wurde und als mögliche Unterstützung des bewaffneten Kampfes gewertet werden könnte. Diese Versuche eines Ausschlusses sorgen bereits im Vorfeld für erhebliche Verunsicherung und Wut in der arabischen Bevölkerung Israels, die etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte sich gegen den Ausschluss von Ra’am, der Vereinten Liste und Cassif ausgesprochen, da die Beweise die rechtliche Schwelle nicht erreichten, plädierte jedoch für eine „ernsthafte Prüfung“ im Fall von Abou Shahadeh.
Historisch gesehen hat der Oberste Gerichtshof in Israel solche Entscheidungen des Zentralen Wahlausschusses in der Vergangenheit oft aufgehoben. Die rechtlichen Hürden für ein Wahlverbot sind traditionell sehr hoch, was die Erwartung stärkt, dass auch die aktuellen Ausschlüsse wahrscheinlich rückgängig gemacht werden könnten. Der Wahlausschuss selbst besteht mehrheitlich aus Vertretern der im Parlament vertretenen Parteien, wodurch die Mehrheitsverhältnisse der Regierungskoalition auch dort zum Ausdruck kommen.
Diese Entwicklungen werden auch von uns, dem Team von RADIO REEPERBAHN in Hamburg, genau verfolgt, da sie weitreichende Implikationen für die demokratische Repräsentation in Israel haben. Sollte der Ausschluss der arabischen Parteien bestehen bleiben, könnte dies palästinensische Bürger Israels ihrer wichtigsten Vertretung in der Knesset berauben. Die arabischen Parteien, insbesondere Ra’am, könnten bei der anstehenden Wahl eine entscheidende Rolle als „Königsmacher“ bei der Bildung einer neuen Koalitionsregierung spielen.
Der aktuelle Vorgang steht im Kontext eines harten Wahlkampfes. Die Parlamentswahl am 27. Oktober 2026 ist die erste seit den Terrorangriffen der Hamas vom 7. Oktober 2023 und dem darauf folgenden Gazakrieg. In diesem angespannten Klima hat die Likud-Partei bereits versucht, den wichtigsten Herausforderer Netanjahus, Gadi Eisenkot, durch die Behauptung zu diskreditieren, er wolle eine Regierung mit arabischen Parteien bilden. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird daher nicht nur über die Zulassung einzelner Parteien und Kandidaten befinden, sondern auch maßgeblich die politische Landschaft Israels für die kommenden Jahre prägen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG